Ford leitet das Ende des Verbrennungsmotors ein. Der Traditionshersteller will schon in wenigen Jahren beginnen, seinen Produktion komplett auf E-Autos umzustellen. Der erste Schritt steht sogar noch früher an.

 

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Aus und Vorbei: Ab 2030 nur noch E-Autos bei Ford

Bei Ford steht ein enormer Wandel an: Der Autohersteller hat angekündigt, in den kommenden Jahren verstärkt auf E-Autos zu setzen. Man will sogar so weit gehen, ab 2030 keine klassischen Verbrenner mehr zu produzieren. Hauptquartier der Elektrifizierung in Europa wird das Kölner Werk.

Hier will Ford ab 2023 das erste massentaugliche, reine Elektroauto des Konzerns in Europa auf die Straße bringen. Ein zweites Modell könne ebenfalls in Köln gebaut werden. Das wird derzeit noch geprüft. Der Schritt und Investitionen in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar sollen den Kölner Standort transferieren – zum „Ford Cologne Electrification Center“. Entwicklung und Produktion für Europa sollen dort zusammengefasst werden.

„Mit dieser Investition bekennt Ford sich zu seinem europäischen Standort für Personenkraftwagen hier in Deutschland und unterstreicht sein Bestreben, die elektrische Zukunft zu gestalten“, erklärte Stuart Rowley, Präsident von Ford Europa, während einer Pressekonferenz.

Plug-In-Hybride für den Übergang

Die Kölner planen in einem Zwischenschritt ab 2026 alle Pkw-Modelle als Plug-In-Hybrid oder als voll elektrisch angetriebenes E-Auto anzubieten. Vier Jahre später soll das Pkw-Portfolio dann nur noch aus E-Antriebsmodellen bestehen. Fast den gleichen Schritt hat auch Porsche angekündigt, die Baden-Württemberger wollen allerdings den 911er weiterhin mit Verbrennungsmotor bauen.

Im Video: Was ihr über E-Autos wissen solltet.

5 Irrtümer über Elektroautos

Ford wird für die Entwicklung der eigenen E-Autos mit VW kooperieren: Eine strategische Allianz erlaube es, auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) der Wolfsburger aufzubauen. Der ist auch Grundlage für die Modelle von Volkswagens ID-Serie.

Die Investitionen in und der Ausbau des Kölner Werks würden zu einer Zeit kommen, „in der die Automobilindustrie global die größte Transformation ihrer Geschichte durchläuft,“ so Gunnar Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH. Mit der Erfindung des Fließbandes hatte Henry Ford selbst einen entscheidenen Grundstein für die industrielle Fertigung gelegt.