Das kommt unerwartet: Android-Gründer Andy Rubin zieht den Stecker und macht seine Firma dicht. In einer Abschiedsnote erklärt das Team hinter Essential, wie es nun mit den Smartphones des Unternehmens weitergeht. 

 

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Fünf Jahre nach dem Start wird bei Essential nun der Betrieb komplett eingestellt. Nachdem das von Android-Erfinder Andy Rubin gegründete Unternehmen sich bereits 2018 aus der Smartphone-Entwicklung zurückgezogen hatte, folgt jetzt der finale Schlussstrich unter einer Entwicklung, die einst so erfolgversprechend ihren Anfang nahm.

Wegen Misserfolgs: Android-Gründer muss eigene Firma schließen

Nachdem Rubin Google 2014 verließ, wurde es ruhig um den Mann, der bereits 2003 Android gründete und damit die Smartphone-Welt für immer verändern sollte. Mittlerweile hält das mobile Betriebssystem laut Zahlen von Statista einen weltweiten Marktanteil von fast 75 Prozent. Einziger ernstzunehmender Konkurrent ist Apples iOS, das auf iPhone und iPad des US-Herstellers läuft.

Drei Jahre später feierte dann Rubin nach etlichen Gerüchten im Vorfeld ein Comeback – und präsentierte das Essential Phone. Das Smartphone sollte eine neue Mobilfunk-Ära einführen und machte unter anderem mit seinem Gehäuse aus Titan und Keramik und den Ansteck-Modulen von sich reden. Dem Hype konnte das Smartphone aber nicht gerecht werden und das kuriose „Project Gem“ erblickte gar nicht das Licht der Welt.

Jetzt wird Essential ganz dicht gemacht, wie vor Kurzem auf der Webseite des Unternehmens verkündet wurde. Das Essential Phone hat sein letztes Softwareupdate bereits am 3. Februar erhalten. Das Handy werde zwar weiter funktionieren, so das Essential-Team, weitere Updates oder Kundensupport werde es aber nicht geben. Für Nutzer von Essentials E-Mail-Dienst Newton Mail ist am 30. April 2020 Schluss.

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Comeback zu Google unwahrscheinlich: Wie geht es mit Andy Rubin weiter?

Wie es jetzt mit Android-Gründer Andy Rubin weitergeht, ist hingegen nicht klar. Eine Rückkehr zu Google scheint allerdings ausgeschlossen, da gegen den 57-Jährigen während seiner Zeit beim Suchmaschinenanbieter Vorwürfe der sexuellen Belästigung aufgekommen sind.