iPhone, iPad und Mac gelten gemeinhin als sicher. Aber nicht immer stimmt das: Wie sich nun zeigt, gab es im vergangenen Jahr dennoch eine tückische Sicherheitslücke, die Nutzerdaten womöglich preisgab. Wir erklären, wer bei seinen Apple-Geräten aktiv werden muss.

 

iOS 13

Facts 

WLAN-Sicherheitslücke bei Apple und Co. gefährdete auch iOS und macOS

Auf einer IT-Sicherheitskonferenz informieren Experten in dieser Woche über eine tückische Sicherheitslücke: Sie war Teil der WLAN-Chips zweier Hersteller und gefährdete so auch Millionen von Apple-Geräten, berichtet Ars Technica. Hacker in der Nähe konnten dabei womöglich auf Daten zugreifen, die iPhone, iPad und Mac im WLAN-Netzwerk versendeten. Der einfache Grund: Diese Daten waren in bestimmten Fällen so gut wie nicht verschlüsselt.

Ars Technica erklärt den auf den Namen „Kr00k“ getauften Angriff, der die Sicherheitslücke in WLAN-Chips ausnutzt: Beim Trennen einer Verbindung zu einem WLAN-Hotspot werden ungesendete Datenpakete mit einem Key verschlüsselt, der aus lauter Nullen besteht. Diese Daten wieder zu entschlüsseln, ist dadurch äußert simpel, erklärt das Portal.

Neben Apple waren zahlreiche andere Hersteller betroffen, die WLAN-Chips von Broadcom oder Cypress verbauen, darunter Amazon mit Echo- und Kindle-Geräten und Samsungs Galaxy-Smartphones, aber auch Router von Asus und Huawei.

iPhone 11 Pro bei Amazon kaufen

Diese Funktionen hat Apple in iOS 13 versteckt:

iOS 13: 13 versteckte Funktionen

Softwareupdate schafft Abhilfe: Diese Apple-User müssen jetzt schnell handeln

Apple hat die Sicherheitslücke mit den Updates auf iOS 13.2 und macOS 10.15.1 (Hinweise zur Installation bei GIGA) bereits im Oktober 2019 geschlossen. Wer seine Apple-Geräte seither aber nicht auf Softwareupdates überprüft hat, sollte dies nun schleunigst nachholen. Allgemein gilt: Apple empfiehlt Nutzern, stets die neueste Software auf ihren Geräten zu installieren. Das lohnt sich nicht nur wegen neuer Funktionen, da die Updates meist auch Sicherheitslücken schließen. Außerdem stellt man dadurch sicher, dass man jeweils die aktuellste Version von Apps aus dem App Store beziehen kann.

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

Ist der Artikel hilfreich?