Normalerweise freut man sich ja über jede Kleinigkeit im Adventskalender, doch Apples „Geschenke“ sorgen in diesem Jahr mal wieder für Kopfschütteln bei den Fans. Warum nur?

 

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Apples „Adventskalender“: Nichts mehr zu verschenken

Die ernüchternde Antwort: Es gibt nichts mehr zu verschenken. Statt eines echten Adventskalenders lockt Apple seine Kundschaft mit der Aktion „2020 Countdown“ – da gibt's dann täglich bis zum 31. Dezember vergünstigte Angebote aus dem iTunes-Store (innerhalb der Apple-TV-App), gültig jeweils für diesen Tag. Geschenkt wird nichts mehr, diese Zeiten sind lange vorbei.

Vor einigen Jahren noch war der iPhone-Hersteller wesentlich großzügiger, beschenkte seine Kunden mit kostenloser Musik, Apps und Serien-Folgen – „12 Tage Geschenke“ hieß dies damals und lief zwischen Weihnachten und Neujahr. Doch mit den Jahren nahm Apple von derartigen Wohltaten immer mehr Abstand. Äquivalent zu den wachsenden Gewinneinnahmen des Konzerns, wich die Spendierlaune immer mehr dem Geiz. Heute muss man kaufen, wenn auch vergünstigt. Doch wie gut sind die Deals eigentlich? Rechnen wir mal nach.

Aktuell günstiger zu haben ist dieses Krimi-Rätsel mit „James Bond“ als Detektiv:

Knives Out – Mord ist Familiensache

GIGA rechnet nach

Heute zum Start gibt's den launigen Spielfilm „Knives Out – Mord ist Familiensache“ mit Daniel Craig in der Hauptrolle für 3,99 Euro vergünstigt zum Kauf, die Leihe kostet gleichfalls 3,99 Euro. Beim Kaufpreis ist Apple zwar so 2 Euro günstiger als beispielsweise Amazon, doch der Online-Riese verlangt für die Leihe im Gegenzug nur 99 Cent. Noch besser dran sind Mitglieder von Amazon Prime, die können sich den Mystery-Krimi nämlich derzeit gänzlich kostenfrei anschauen.

Kurzum: Wenn wir mal ehrlich sind, die Aktion von Apple ist ein ziemlicher Reinfall und nicht wirklich ein Gewinn für die Kunden. Natürlich kann man Apple zugutehalten, dass sie die Aktion offiziell eben nicht als Adventskalender bewerben, andererseits bedienen sie sich genau der Idee eines solchen und wecken entsprechende Begehrlichkeiten, eben auch aufgrund der (noch positiven) Erfahrungen aus der Vergangenheit.