Samsung verändert bei mindestens zwei Fernsehern das Bild, wenn der Smart-TV eine Messung erkennt. Die Helligkeit wird künstlich nach oben geschraubt, um auf bessere Ergebnisse zu kommen. Samsung hat die Schummelei mittlerweile bestätigt und verspricht ein Software-Update.

 
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Samsung manipuliert Messergebnisse bei Smart-TVs

Bei den Samsung-Fernsehern S95B mit QD-OLEDs und QN95B mit Mini-LEDs nimmt es der Konzern mit der Wahrheit wohl nicht ganz so genau. Samsung ist nun dabei erwischt worden, Messergebnisse bei Tests zur Helligkeit und zu Farben bewusst manipuliert zu haben. Nur dann, wenn ein solcher Test durchgeführt wird, bieten die beiden Fernseher eine außergewöhnlich hohe Leistung. Im normalen Betrieb hingegen müssen sich Kunden mit deutlich weniger begnügen.

Allem Anschein nach erkennen die Smart-TVs, ob Nutzer gerade einen Test durchführen. Beim Samsung QN95B springt die Helligkeit von 1.300 cd/m² auf satte 2.300 cd/m², um ein besseres Testergebnis zu erreichen. Die verbauten Mini-LEDs können eine solche Helligkeit nur über einen kurzen Zeitraum durchhalten, ohne das Panel zu beschädigen.

Bereits im April fiel eine Benchmark-Manipulation beim Samsung S95B auf. Hier geben sich HDR-Werte während eines Testlaufs deutlich positiver als im normalen Betrieb. Abweichungen fallen geringer aus, wenn ein Benchmark läuft (Quelle: FlatpanelsHD).

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TV-Manipulation: Samsung reagiert auf Vorwürfe

Samsung Korea hat auf Nachfrage auf die Vorwürfe reagiert und das Vorgehen bestätigt. Auf ein Schuldeingeständnis oder gar eine Entschuldigung möchte sich der Konzern aber nicht einlassen. Stattdessen wird ein Software-Update für den QN95B in Aussicht gestellt. Das Modell S95B soll die aktualisierte Software bereits erhalten haben, heißt es.

Es handelt sich nicht um die erste Leistungs-Manipulation bei Samsung. Im März wurde bekannt, dass viele Apps bei Galaxy-S22-Smartphones über den „Game Performance Management Mode“ zwischenzeitlich bewusst langsamer gemacht wurden.