Mercedes wird wohl der erste Hersteller überhaupt sein, der seine Autos praktisch autonom bei bis zu 130 km/h fahren lassen kann. Ab 2023 greift eine neue Regel, nach der schnelles und hochautomatisiertes Fahrten in Deutschland möglich wird. Mercedes-Fahrer können sich dann entspannt zurücklehnen.

 
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Mercedes: Hochautomatisiertes Fahren ab 2023

Seit rund einem Jahr dürfen Autos auf deutschen Straßen bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h weitgehend autonom unterwegs sein – sofern der Fahrer nach einer Warnung reagiert. Das wird sich ab 2023 ändern, wovon aller Wahrscheinlichkeit nach als erstes Mercedes profitiert. Dann sind Level-3-Fahrten mit bis zu 130 km/h möglich, was ein hochautomatisiertes Fahren auf der Autobahn bedeutet.

Beim Level-3-System übernimmt der „Autopilot“ im Grunde das Fahren. Die Fahrer selbst sind bei diesem Level nicht mehr gezwungen, das Geschehen zu jeder Zeit im Blick zu haben. Sie können sich anderen Tätigkeiten widmen, sofern sie nach Warnung der Assistenzsysteme wieder zum Eingreifen bereit sind. Deutschland wird das erste Land sein, in dem ein schnelles Level-3-System im Straßenverkehr teils erlaubt ist. Beim Fahren nach Level 2 bleiben Fahrer in der Verantwortung.

Nach jetzigem Kenntnisstand wird Mercedes der erste der Autobauer sein, der sich 2023 für seine E-Klasse um eine entsprechende Lizenz bemüht (Quelle: heise online). Die Konkurrenz von BMW, Porsche und Audi dürfte dann aber schnell nachziehen.

So funktioniert das hochautomatisierte Fahren bei Mercedes:

Drive Pilot: Autonomes Fahren von Mercedes

Mercedes: Level-3-System bis 60 km/h verfügbar

Mercedes bietet über seinen „Drive Pilot“ in der S-Klasse und im EQS bereits ein vom Kraftfahrtbundesamt zertifiziertes Level-3-System an. Dieses bietet in der Praxis aber kaum einen Vorteil, da es einerseits nur auf der Autobahn eingesetzt werden kann, andererseits aber nur bis maximal 60 km/h funktioniert. Diese Einschränkung fällt ab 2023 in Deutschland weg.