Nicht nur Schuhe und Shampoo: Aus Hanf kann man einiges herstellen. Dazu gehören auch Batterien. Und tatsächlich könnten Hanf-Energiespeicher eine Schlüsselrolle bei einer wichtigen Zukunftstechnik spielen. 

Türkei-E-Auto könnte mit Hanf-Power fahren

Unter dem Markennamen TOGG will der türkische Staat ab 2022 eigene E-Autos anbieten, sowohl ein SUV als auch eine Limousine. Auch in Deutschland sollen die türkischen Fahrzeuge dann erhältlich sein. Eine Universität in der Zentraltürkei, Yozgat Bozok, will nun eine innovative Batterie für die E-Autos entwickeln, für die Recep Tayyip Erdoğan eine Reichweite von bis zu 500 km verspricht – und zwar aus Hanf.

Wie elektroauto-news.net berichtet, arbeitet die Universität bei ihren Hanf-Plänen mit einer Forschungseinrichtung zusammen, die mit industriellem Hanf experimentiert. Über 100 Mitarbeiter soll das Forschungszentrum haben, heißt es in dem Bericht.

Schon vor einigen Jahren gelang es Forschern an der Clarkson University im US-Bunesstaat New York, sogenannte Kohlenstoff-Nanoblätter (nanosheets) aus Hanf anstelle von Graphit herzustellen, die als Energiespeicher in Batterien zum Einsatz kommen. Die Technologie hat dabei zwei Vorteile: Lithium-Ionen-Batterien, die diese Technologie nutzen, seien deutlich günstiger zu produzieren und lassen sich schneller aufladen, heißt es auf der Website der Clarkson University.

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Türkisches Auto, italienisches Design

Entworfen hat die Türkei-E-Autos eine italienische Designfirma, Pininfarina, die den Zuschlag nach einem mehrmonatigen Wettbewerb bekommen hatte, schreibt das Portal auto-motor-und-sport.de. Je nach Ausstattung sollen mit den TOGG-Autos, für deren Entwicklung sich mehrere Unternehmen zusammengeschlossen haben, Reichweiten von über 300 bzw. über 500 km möglich sein.

Auch in Deutschland, etwas später in Italien und Frankreich, letztlich in ganz Europa sollen die Modelle verfügbar sein. Mit ihrem Projekt hat die Türkei durchaus Ambitionen: 175.000 Fahrzeuge sollen jährlich vom Band laufen, bis ins 2030 sollen es insgesamt eine Million sein, schreibt auto-motor-und-sport.de.

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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