Nicht nur Verbraucher bereiten Rekord-Inflation und eine mögliche Gaskrise im Winter Sorgen. Mit einem Notfallplan versucht sich auch MediaMarkt auf den Ernstfall vorzubereiten. Für Kunden bedeutet das vor allem eins: es wird teurer. Die Preisschlacht soll vor allem bei zwei Produktkategorien vorerst vorbei sein.

 
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Zuletzt betrug die Inflation 7,5 Prozent in Deutschland. Ein leichter Rückgang, der laut Statistischem Bundesamt insbesondere Tankrabatt und 9-Euro-Ticket zu verdanken war, doch noch immer weit entfernt vom eigentlich Ziel: 2 Prozent. Verbraucher ziehen die Konsequenzen und halten ihr Geld zusammen. Das bekommen Elektronikhändler wie MediaMarkt und Saturn zu spüren.

MediaMarkt und Saturn: Schnell sinkende Preise für Fernseher und Handys sind Vergangenheit

Der Düsseldorfer Konzern Ceconomy, zu dem sowohl MediaMarkt als auch Saturn gehören, sieht schwere Zeiten auf sich zukommen und arbeitet mit vier Teams an einem Notfallplan. „Wir müssen in Deutschland, wo die Krise besonders zubeißt, unsere Margen sichern“, so Ceconomy-Chef Karsten Wildberger bei der Präsentation der Geschäftszahlen (Quelle: Welt).

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sich Kunden von MediaMarkt und Saturn wohl dauerhaft auf höhere Preise einstellen. Das gilt vor allem für Mobiltelefone und TV-Geräte. Die Zeiten, in denen Handys und Fernseher schon wenige Woche nach Verkaufsstart erheblich im Preis gesunken sind, sollen zumindest vorerst vorbei sein.

Große Hoffnungen steckt die MediaMarkt-Mutter aber in den Absatz von sparsamen Küchengeräten und Waschmaschinen. Steigende Energiepreise, so die Erwartungen, sollen die Verbraucher hier zum Kauf verleiten.

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MediaMarkt und Saturn bereiten sich auf Gasmangel vor

Auf einen möglichen Gasmangel im Winter bereitet sich Ceconomy ebenfalls vor. So sollen etwa Filialen, die mit Erdgas heizen, zusätzliche Elektro-Heizungen erhalten. Außerdem prüft eine Task-Force, ob vorübergehend die Verkaufsfläche verkleinert werden könne.