Sony macht nach der Bungie-Übernahme Nägel mit Köpfen und verspricht mit der neuen Expertise gleich zehn Projekte bis 2026 anzukurbeln – über die Art der Spiele dürften sich aber nicht alle Gamer freuen.

 
PlayStation 5
Facts 

Sony hat sich die Übernahme von Entwickler und Publisher Bungie satte 3,6 Milliarden US-Dollar kosten lassen. In einem Investoren-Meeting hat PlayStation nun bekannt gegeben, in welcher Hinsicht der Deal helfen soll: bei der Entwicklung von Live-Service-Games. Bis 2026 möchte Sony gleich zehn neue Spiele dieser Art releasen.

Sony will den Live-Service-Markt erobern

Während des Investoren-Meetings, an dem sowohl Jim Ryan als auch Hermen Hulst beteiligt waren, wurde offenbart, dass PlayStation aktuell an zehn Live-Service-Games arbeitet. Die Spiele sollen bis März 2026 veröffentlicht werden.

Bilderstrecke starten(20 Bilder)
Assassin’s Creed CoD, Bioshock: 18 Elemente, die an Hit-Spielen richtig nerven

Es wurde dabei betont, dass Bungie dank seiner Erfahrung mit dem Destiny-Franchise wesentlich bei der Entwicklung der Live-Service-Games mithelfen könne und die PlayStation-Studios bei ihrer Arbeit von dem neuen Team lernen sollen.

Außer der entscheidenden Rolle, die Bungie in diesem Prozess spielen soll, wurden weitere Details zu den Games bisher jedoch noch zurückgehalten. Ein Online-Multiplayer-Projekt zum Zombie-Franchise The Last of Us hält sich aber schon seit Längerem in der Gerüchteküche und Bungie soll zudem neben Destiny 2 auch noch an einem weiteren Spiel-Projekt arbeiten. (Quelle: Sony / VGC)

PlayStation setzt auf kontroverses Spiel-Konzept

Während PlayStation in der Vergangenheit besonders mit exklusiven Singleplayer-Spielen wie zum Beispiel God of War oder Horizon Zero Dawn auftrumpfen konnte, richtet sich der Fokus nun also auch auf Live-Service-Games – ein Genre, das in der Vergangenheit in vielen Fällen äußerst profitabel war, oft aber auch auch wegen unfertigem Gameplay, Mikrotransaktionen und anderen Elementen kritisiert wurde. Jüngere Mega-Flops wie Marvel's Avengers, Fallout 76 und Anthem zeigen, dass Live-Service-Spiele oftmals für handfeste Skandale und weitreichende Enttäuschung in der Community sorgen können.

Ob PlayStation mit seinen kommenden zehn Live-Service-Spielen die Fehler dieser Vorgänger vermeiden kann, wird sich bis spätestens März 2026 zeigen.

Was bedeutet Microsofts Übernahme von Activision Blizzard King? Wir erklären es euch im Video:

Microsoft kauft Activision Blizzard - Was bedeutet das? Abonniere uns
auf YouTube

PlayStation hat in einem Investoren-Meeting bekannt gegeben, dass bis März 2026 gleich zehn neue Live-Service-Games erscheinen sollen – mit tatkräftiger Unterstützung vom neu erworbenen Publisher Bungie. Während Live-Service-Spiele oft für starke Einnahmen sorgen, ist das Genre unter Gamern allerdings keinesfalls unumstritten.