NIO ist mit seinen E-Autos ein schneller Aufstieg gelungen. Seit Kurzem sind drei Modelle, genannt ET7, EL7 und ET5, für deutsche Kunden verfügbar. Doch die chinesische Marke, die vor allem mit ihrem Akkuwechsel-Modell für Aufmerksamkeit gesorgt hat, steht in Deutschland vor einem Problem. Jetzt hat NIO den Fehler eingesehen und will schnell handeln.

NIO will Fehler korrigieren: E-Autos bald auch zum Kauf

NIOs Deutschlandstart vor wenigen Wochen sollte den E-Auto-Markt durchrütteln. Schließlich haben die chinesischen E-Autos ein schlagkräftiges Alleinstellungsmerkmal: Statt lange an der Ladesäule zu warten, während der Akku mit frischer Energie versorgt wird, sollen NIO-Fahrer an Akkuwechsel-Stationen einfach eine fast leere Batterie gegen eine volle tauschen können – vollautomatisiert und erledigt in wenigen Minuten.

Daran haben Tesla, VW und die anderen Hersteller ganz schön zu knabbern, denn nirgendwo sonst geht es mit dem E-Auto so schnell wieder mit vollem Akku auf die Straße. Doch NIO ist zum Start in Deutschland auch ein hausgemachtes Risiko eingegangen. Denn die Elektromodelle aus China werden nur im Abo angeboten, Käufer müssen sich anderswo umsehen – zumindest bisher.

Denn NIO hat den Fehler offenbar eingesehen. Seit dem Startevent Anfang Oktober habe man viele Anfragen aus der NIO-Community erhalten, heißt es. Alle hatten den gleichen Anlass: Die Kunden wollen ein E-Auto von NIO kaufen, nicht mieten. Im Heimatland China und dem ersten europäischen Markt Norwegen bietet NIO das an, für Deutschland und weitere Länder hatte man sich zunächst dagegen entschieden.

NIO-Fans müssen sich den 21. November vormerken

Jetzt folgt entsprechend der Kundenwünsche die Kehrtwende: Ab 21. November will NIO seine E-Autos auch zum Kauf anbieten (Quelle: CNEV Post). Die Lieferung für gekaufte Modelle soll frühestens ab 2023 erfolgen, ein genaues Datum nennt man noch nicht. Auch die Kaufpreise sind bisher großteils Spekulation. Nur das Modell ET7 hat bereits einen BAFA-Listenpreis von 58.739,50 Euro. Inklusive Mehrwertsteuer ergibt sich ein Kaufpreis von 69.900 Euro.

Mit den zu erwarteten Kaufpreisen muss auch NIO bei seinen E-Autos den Strompreis fürchten:

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Nun könnte man festhalten, dass NIO das Kundenfeedback ernst nimmt – einerseits richtig. Andererseits hat man seinen Start in Deutschland wohl auch einfach falsch eingeschätzt. Weitere Details wie Preise oder ob der Akku für die Nutzung der Wechselstationen trotzdem weiterhin gemietet werden muss, will NIO ab 21. November bekanntgeben.