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CoD auf der Nintendo Switch: Microsoft bekommt eine Abfuhr

Microsoft will Call of Duty auf die Switch bringen. (© Enrique Vidal Flores auf Unsplash)
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Microsoft und Nintendo wollen Call of Duty auf die Switch bringen. Der dafür nötige Activision-Blizzard-Deal liegt allerdings auf Eis. Die britische Wettbewerbsbehörde (CMA) meldet außerdem Zweifel an, dass die Hybridkonsole ein solches Kunststück überhaupt vollbringen kann.

Update: Die britische Wettbewerbsbehörde (CMA) blockiert die Übernahme von Activision-Blizzard und zerstört damit vorerst die großen Träume Microsofts. In ihrem finalen Bericht reagiert die Behörde auch auf den ambitionierten Plan, Call of Duty auf die Nintendo Switch zu bringen:

„Nintendo bietet CoD aktuell nicht an und wir haben keine Anhaltspunkte dafür gesehen, dass die Konsole technisch in der Lage wäre, eine Version von CoD abzuspielen, die in Bezug auf Qualität des Gameplays und des Inhalts mit denen von Xbox und PlayStation vergleichbar ist.“

Der Bericht der CMA liest sich praktisch identisch mit einer vorherigen Einschätzung der Behörde. Microsoft konnte also auch hier nicht genügend Überzeugungsarbeit leisten. Weiterhin sieht die CMA Xbox und PlayStation als direkte Konkurrenten, während die Switch aufgrund ihrer Technik und eher familienfreundlichen Spielen in einer eigenen Liga spielt (Quelle: CMA).

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Originalartikel:

CoD auf der Switch: Das ist der Plan

Microsoft und Activision wollen Call of Duty auf die Switch bringen – und zwar ohne Beschränkungen beim Umfang und den Funktionen der Spiele. Das mag zwar utopisch klingen, doch die beiden Parteien scheinen sich sicher zu sein, dass sie das schaffen – das legt zumindest ein Auszug aus einem neuen Dokument nahe, das Microsoft der britischen Marktaufsichtsbehörde CMA vorgelegt hat:

„Das Entwicklerteam von Activision hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass sie die Spielleistung für die verfügbaren Hardwarekapazitäten optimieren können. Die Parteien sind zuversichtlich, dass neben Warzone auch die Kauftitel von CoD (z. B. CoD: Modern Warfare 2) auf der Nintendo Switch mit den Standardtechniken optimiert werden können, die bereits für die Switch-Entwicklung von Spielen wie Apex Legends, DOOM Eternal, Fortnite und Crysis 3 genutzt wurden.

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Vor allem der letzte Satz des Zitats liefert einen entscheidenden Hinweis. Denn bislang sind viele Nintendo-Fans davon ausgegangen, dass Activision Call of Duty als Cloud-Version auf die Nintendo Switch bringen wird, weil die Hardware der kompakten Nintendo-Konsole schlichtweg zu wenig Leistung hat, um die Spiele darauf nativ laufen zu lassen.

Apex Legends, Doom Eternal, Fortnite und Crysis 3 laufen jedoch alle nativ auf der Nintendo Switch. Mit diesem Vergleich legt Microsoft also nahe, dass auch Call of Duty direkt über die Konsole gespielt und nicht nur gestreamt werden soll. Wie stark sich das auf die grafische Qualität der Spiele auswirkt, bleibt jedoch abzuwarten.

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Call of Duty für Nintendo? Die Switch ist zu schwach

Call of Duty ist eine Naturgewalt. Die Bedeutung des Shooters lässt sich daran ablesen, dass jeder wichtige Gaming-Publisher einen Bissen abhaben will. Microsoft will die Reihe mit der Übernahme von Activision Blizzard für sich selbst gewinnen und Sony macht sich Sorgen, dass sie dadurch von der PlayStation fliegt. Doch auch Nintendo mischt mit.

Hierfür haben Microsoft und der Switch-Hersteller einen Vertrag abgeschlossen, laut dem Call of Duty auf für Nintendo-Spieler verfügbar gemacht werden soll. Voraussetzung ist natürlich, dass die Übernahme vom CoD-Publisher Activision Blizzard gelingt.

Doch auf welcher Plattform soll der Shooter dann eigentlich erscheinen? Laut der britischen Wettbewerbsbehörde (CMA) kann es nicht die Switch sein. Die Monopolwächter sehen hier „keine Anzeichen dafür, dass die Konsole technisch dazu in der Lage sei“. Zumindest nicht mit einer ähnlichen Gameplay-Qualität, wie auf der Xbox oder PlayStation (Quelle: CMA).

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Schaut euch hier den Trailer für Call of Duty Warzone 2.0 an:

Warzone 2.0 Launch Trailer | Call of Duty: Warzone 2.0

Switch spielt nicht mit Xbox und PlayStation in einer Liga

Im Rahmen der Untersuchungen des Activision-Blizzard-Deals betont Microsoft stets, dass durch den Mega-Deal ja nur mehr Spieler in den Genuss von CoD kommen würden. Der Vertrag mit Nintendo ist ein vermeintlicher Beweis dafür. Der Kommentar zur Switch beweist jedoch, dass die CMA hier nicht mit Microsoft auf einer Wellenlänge ist.

Stattdessen betont die Behörde, dass es Xbox und PlayStation sind, die sich in Sachen Inhalte, Zielgruppe und Technologie gegenüberstehen. Nintendo würde hier Konsolen mit anderen technischen Rahmenbedingungen anbieten, mit Spielen, die sich in der Regel eher familien- und kinderfreundlicher sind. Wenn Nintendo nicht also noch eine deutlich stärkere Konsole unter Marios Schnauzer versteckt hat, wird sich daran wohl so schnell auch nichts ändern.

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Weiterhin sei Call of Duty sehr wichtig für den Wettbewerb zwischen Xbox und PlayStation. Sollte CoD gar nicht mehr oder nur zu schlechteren Bedingungen auf der Sony-Konsole erscheinen, könnten der Wettbewerb und letztendlich auch die Spieler darunter leiden. Eine Umfrage der CMA zeigt hier, das tatsächliche einige Gamer einer PS5 ohne CoD den Rücken kehren würden. Einen möglichen Vertrag mit Sony, der dem Publisher CoD auf der PlayStation garantiert, will die CMA erst zu einem späteren Zeitpunkt berücksichtigen.

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