Es ist eine ewige Debatte unter Gamern: Ist der PC besser oder doch die Konsole? Zwar lässt sich diese Entscheidung häufig auf persönliche Vorlieben runterbrechen, doch im Falle von Call of Duty: Warzone lautet die Antwort für ergebnisorientierte Spieler: PC.

 

Call of Duty: Warzone

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Call of Duty: Warzone

Call of Duty: Warzone begeistert seit Release Millionen von Spielern und das auf sämtlichen Plattformen. Dank Crossplay können Freunde, unabhängig davon auf welcher Plattform sie zu Hause sind, miteinander spielen und die Wartezeiten für Lobbys sind extrem kurz. Durch Crossplay setzt sich Activisons Battle Royale aber auch einer der ältesten Streitfragen unter Gamern aus: Was ist besser, Konsole oder PC?

Zumindest bei den Inhalten gibt es keine Unterschiede zwischen den Plattformen, auch für Season 4 haben alle dasselbe bekommen.

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Der PC ist im Vorteil dank den Konsolen

Grundsätzlich ist es mit Maus und Tastatur etwas einfacher zu zielen als nur mit den Analogsticks eines Controllers. Viele Shooter haben auf der Konsole deswegen eine „Aim Assist“-Funktion, die ein bisschen beim Zielen hilft. In Warzone bedeutet „Aim Assist“ nicht, dass das Fadenkreuz direkt auf den Gegner hüpft, sondern nur, dass die Kamera ein wenig mitschwenkt. Das Fadenkreuz folgt dem Gegner wie bei einem Magneten. Das funktioniert horizontal und auch vertikal.

Das „magnetische Fadenkreuz“ ist aber nicht die bahnbrechende Erkenntnis aus einem Video des beliebten YouTubers JackFrags, um die es hier geht. Dennoch veranschaulicht er den Effekt sehr gut.

Wichtig zum Thema „Aim Assist“ in Warzone: Das Spiel hilft euch nur, wenn ihr euch dabei auch ein wenig bewegt, wenn ihr still steht, passiert nichts. Wenn ihr diesen Umstand verinnerlicht, könnt ihr das Maximum aus dem „Aim Assist“ rausholen.

JackFrags benutzt für das Video einen Controller auf dem PC. Er nutzt einen Xbox Elite Controller, da dieser den Vorteil von Backpaddles (zusätzliche Tasten auf der Rückseite des Controllers) hat. Die Backpaddles sind mit den Aktionen „Springen“ und „Ducken“ belegt, dadurch muss der Daumen nicht mehr den rechten Analogstick verlassen, um auf die Tasten dafür zu drücken. Dadurch hat er gleichzeitig volle Kontrolle über seine Bewegung und auch das Zielen. Für die PlayStation gibt es ebenfalls Controller mit Backpaddles.

Er benutzt den Controller am PC, hat dadurch also auch dort „Aim Assist“.

Konsolenspieler haben doch auch „Aim Assist“

Das ist richtig, der große Vorteil ist auch nicht, dass PC-Spieler mit „Aim Assist“ spielen können. Es kommen eine Menge Faktoren zusammen. Zum „Aim Assist“ bekommen PC-Spieler mit Controller nämlich noch andere Vorteile. Auf dem PC kann das Sichtfeld erweitert werden, den „FOV-Slider“ gibt es nur auf den Next-Gen-Konsolen, PC-Spieler sehen also mehr als ein Teil der Konsolenspieler. Außerdem lässt sich beispielsweise durch Nvidia-Filter die Map deutlich aufhellen und Spieler in dunklen Ecken sind viel besser zu sehen. Zum Glück ist der Roze-Skin endlich Geschichte.

Je nach Hardware spielt es sich auf dem PC auch mit deutlich höheren FPS. JackFrags stellt noch die Vermutung auf, dass PC-Spieler in der Regel gute Surroundsound-Headsets haben, also besser den Gegner per Gehör orten können. All das kommt für PC-Spieler zum „Aim Assist“ noch oben drauf.

Der wichtigste Vorteil sind aber die Lobbys

Laut JackFrags setzt Warzone die Lobbys basierend auf dem Eingabegerät zusammen. Wer mit Maus und Tastatur spielt wir auch zu 50 bis 60 Prozent Spieler mit diesem Eingabegerät in den Lobbys vorfinden. Wer mit einem Controller spielt, bekommt größtenteils andere Controller-Spieler zugewiesen. PC-Spieler mit Controller nehmen also all ihre Vorteile in Lobbys mit, die zu einem großen Teil aus den benachteiligten Konsolenspielern bestehen.

Falls ihr als PC-Spieler nun direkt zum Controller wechselt und Runden mit 30 Kills erwartet, das wird vermutlich nicht passieren. Denn auch das Spielen mit dem Controller will gelernt sein. Falls ihr Konsolenspieler seid, sind Controller mit Backpaddles ein nicht zu unterschätzender Vorteil, natürlich geht es aber auch ohne.