In einem Interview geht der Design Director von Battlefield 2042 auf ein besonderes Ziel der Entwickler ein. Das Problem: Es ist schlichtweg utopisch. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen, oder?

 

Battlefield 2042

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Battlefield 2042

Keine Belästigung, keine Cheater: Battlefield-Entwickler haben ein edles Ziel

Der allgemeine Umgangston in Shootern ist recht rau. In Spielen wie CoD: Warzone gehört es beinahe zum Alltag, dass man von seinen Kontrahenten nach ihrem Ableben Schimpfworte oder Ausdrücke an den Kopf geknallt bekommt. Auch im Textchat sind Beleidigungen und belästigende Formulierungen keine Seltenheit.

Die Entwickler von Battlefield 2042 wollen diesem Problem die Stirn bieten – zumindest geht das aus einer Aussage des Design Directors Daniel Berlin hervor, die er in einem Interview mit Epic Games tätigte:

„(...) es ist uns ein Bedürfnis zu sagen, dass es uns außerordentlich wichtig ist, dass unsere Spieler Sessions haben, die frei von Belästigung, frei von Cheating sind. Es gibt ein EA-weites Programm namens „Positive Play“, an dem wir uns auch mit 2042 beteiligen – aber wir können im Moment nicht auf konkrete Details eingehen.“

Bei Positive Play handelt es sich um eine Sammlung von Community-Richtlinien, die darauf abzielen, ein positives, spaßiges, faires und sicheres Umfeld für die Spieler zu erschaffen. Das Ziel der Entwickler: In Battlefield 2042 soll es weder Raum für Cheater noch für Störenfriede geben, die andere Spieler belästigen. Ein verständliches Anliegen, jedoch vollkommen utopisch.

Der offizielle Gameplay-Trailer von Battlefield 2042 macht Lust auf mehr: 

Battlefield 2042 – Offizieller Gameplay-Trailer

Gamer-Paradies in Battlefield 2042: Warum es nichts weiter als ein Traum ist

Die Absichtserklärung des Design Directors ist zwar ehrenhaft, in der Realität wird sich dieser Wunsch jedoch nur schwer umsetzen lassen. Um Belästigungen und Beleidigungen keine Chance zu geben, müsste ein entsprechend makelloser Chat-Filter direkt zum Start existieren. Und selbst wenn es den wirklich gibt, werden sich zeitnah entsprechende alternative Formulierungen oder Verkürzungen innerhalb der Spielerschaft etablieren, die den Filter umgehen.

Auch die cheaterfreie Zone dürfte ein Wunschtraum bleiben. Selbst die beste Anti-Cheat-Software dürfte Hackern zwar zum Start das Leben erschweren, doch im Laufe der Zeit werden ambitionierte Coder einen Weg finden, die Sicherheitsmaßnahmen des kommenden Shooter-Hits zu umgehen. Mit anderen Worten: Wer unbedingt in Battlefield 2042 cheaten will, der wird das auch schaffen.

Ob es die Battlefield-Entwickler am Ende doch schaffen, diese Probleme zu lösen und damit das „Gamer-Paradies“ zu erschaffen, bleibt abzuwarten. Es wäre zwar wünschenswert, klingt jedoch alles andere als machbar.