Mit Version 1.11 wird in den kommenden Tagen die Corona-Warn-App einige Neuerungen erhalten. Darunter ist eine Funktion, deren Sinn sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Und auf den zweiten?

 

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Facts 

Die Corona-Warn-App ist zumindest bezüglich der Download-Zahlen ein großer Erfolg. Das bedeutet jedoch nicht, dass wer die App aus Googles Play Store oder dem App Store von Apple installiert hat, sie auch nutzt. Auch was die tatsächliche Wirkung und Funktionalität angeht, bestehen Zweifel. Mehr Besitzer der Corona-Warn-App zu animieren, sie auch anzuwenden, ist nun eines der Ziele des jüngsten Updates, das noch in dieser Woche ausgerollt werden soll.

Corona-Warn-App integriert Zahlen zum Infektionsgeschehen

Eines der neuen Features wird es sein, dass Nutzern der Corona-Warn-App angezeigt wird, wie viele andere ihre Testergebnisse in der App geteilt haben. Das beruht, ebenso wie die Nutzung der App allgemein, auf Freiwilligkeit. Mit der zusätzlichen Transparenz wolle man noch mehr User dazu animieren, positive Corona-Befunde zu melden und damit Kontaktpersonen zu informieren, erklären die Entwickler.

Neben behobenen Fehlern und mehr Nutzerfreundlichkeit wird eine weitere neue Funktion angekündigt: Nutzer sollen in der App aktuelle Informationen zum Infektionsgeschehen in Deutschland abrufen können. Dazu gehören die aktuellen Zahlen zu den Neuinfektionen, der 7-Tage-Inzidenz und dem 7-Tage-R-Wert – also dem Durchschnittswert, wie viele weitere Menschen eine infizierte Person ansteckt. Diese Werte beziehen sich laut den Entwicklern auf ganz Deutschland.

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Mehrwert durch Statistik? Eher nicht

Einerseits überraschend, dass das nicht längst möglich ist, gehört doch eigentlich dazu. Andererseits, braucht es das wirklich? Die Nachrichten – ob Online, im Fernsehen oder Radio – sind ohnehin voll von Infektionszahlen. Jeden Morgen oder jeden Abend, je nach persönlicher Präferenz, ist es kaum möglich, sich den Statistiken zu entziehen. Obendrein ist der Nutzen bundesweiter Infektionszahlen für den einzelnen App-User eher zweifelhaft. Eine lokale Auswertung in der App ist allerdings nicht möglich – da greift zuvor der Datenschutz, was etwa der Vodafone-Chef kritisiert. Dass mit diesem Update wirklicher Mehrwert entsteht, ist fraglich, Experten würden andere Funktionen vorziehen.