Coronavirus: So kann euer Gaming-PC bei der Bekämpfung der Krankheit helfen

Robert Kohlick

Deutschland im Ausnahmezustand. Kitas und Schulen werden geschlossen, Veranstaltungen reihenweise abgesagt – in den Supermärkten kämpfen die Leute um die letzten Rollen Klopapier. In der Zwischenzeit arbeiten Forscher und Mediziner auf der ganzen Welt an einem Heilmittel – und ihr könnt ihnen mit wenigen Klicks weiterhelfen. GIGA zeigt euch wie. 

Folding@home: Rechenpower des eigenen PCs hilft bei der Coronabekämpfung

Das Coronavirus hat die Welt gerade fest im Griff. Um die Ausbreitung der Krankheit einzuschränken, wurden bereits allerlei Maßnahmen getroffen: Große Veranstaltungen wurden abgesagt, Kitas und Schulen sowie diverse Geschäfte stellen ihren Betrieb ein. Älteren Menschen und Leuten, die zu den Risikogruppen gehören, wird derweil dazu geraten, Zuhause zu bleiben.

Damit diese Zustände schon bald der Vergangenheit angehören, arbeitet man auf der gesamten Welt bereits emsig an der Entwicklung eines Heilmittels – und genau da kommt ihr ins Spiel. Mit der Software Folding@home könnt ihr den Forschern in Stanford kräftig unter die Arme greifen. Wer sich das Programm installiert und startet, stellt die Rechenleistung seines PCs der Medizinforschung zur Verfügung. Aktuell wird die Software dazu genutzt, um Krankheiten wie Alzheimer, Krebs oder Parkinson auf den Grund zu gehen – inzwischen hat man sich auch der Erforschung von COVID-19 verschrieben.

So funktioniert Folding@home:

Doch was genau berechnet euer PC, wenn ihr Folding@home benutzt und wie hilft es den Forschern weiter? Diese Frage wird auf der offiziellen Webseite kurz und knapp erklärt:

„Wir simulieren die Dynamik von COVID-19-Proteinen, um nach neuen therapeutischen Möglichkeiten zu suchen. (…) Diese Berechnungen sind enorm und jedes kleine bisschen hilft! Jede Simulation, die Sie durchführen, ist wie der Kauf eines Lotterieloses. Je mehr Lose wir kaufen, desto größer sind unsere Chancen, den Jackpot zu knacken.“

Wie richte ich Folding@Home ein?

Jeder Nutzer eines PCs mit Windows, macOS oder Linux kann Folding@Home nutzen. Auf der offiziellen Webseite findet ihr die entsprechenden Installationsdateien. Nach der Installation könnt ihr euch aussuchen, ob ihr euch lieber anonym oder mit einem fiktiven Nutzernamen an der Forschung beteiligen wollt. Zudem könnt ihr angeben, ob ihr Teil eines Teams werden möchtet. Wir haben bereits ein Forschungsteam mit dem Namen „GIGA vs. Corona“ und der Nummer 240778 eingerichtet.

Nach dem Abschluss der Einrichtung könnt ihr festlegen, wie stark und wann sich Folding@home an den Ressourcen eures Rechners bedienen darf. Ihr habt die Wahl zwischen „Light“, „Medium“ und „Full“. Wir empfehlen euch die Stufe „Light“, die unseren AMD Ryzen 9 3900X schon zu 50 Prozent auslastete. Eure Grafikkarte wird erst ab der Stufe „Medium“ für die Berechnungen genutzt. Die Auslastung eures Systems könnt ihr jederzeit über den Task-Manager im Auge behalten.

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Zudem könnt ihr im Webinterface auswählen, ob ihr euch für die Erforschung einer speziellen Krankheit einsetzen wollt. Zum aktuellen Zeitpunkt kann das Coronavirus noch nicht separat angewählt werden.

Was für Auswirkungen auf meine Hardware und den Stromverbrauch hat die Nutzung der Software?

Durch die Nutzung von Folding@home steigt verständlicherweise euer Stromverbrauch – schließlich wird für die Berechnungen einiges an Hardware-Leistung abverlangt.

Nutzern steht es jedoch jederzeit frei, die Nutzung des Programms zu beenden oder zu pausieren. Das ist vor allem dann ratsam, wenn man zwischendurch doch mal eine Runde mit seinem Gaming-PC spielen will. Wer auch in diesem Fall Folding@home weiterhin nutzt, muss damit rechnen, dass die Performance in Spielen sinkt.

Schäden an eurer Hardware müsst ihr durch die Nutzung von Folding@home übrigens nicht befürchten. Ob ihr nun ein Spiel spielt oder medizinische Simulationen berechnet, ist eurem PC grundsätzlich egal. 24 Stunden am Tag über einen längeren Zeitraum solltet ihr die Software dann aber doch nicht laufen lassen – dafür ist die PC-Hardware in normalen Desktop-Rechnern in aller Regel nicht ausgelegt.

Wer das Programm im Homeoffice aber einfach nebenbei laufen lässt, hat nichts zu befürchten – und sammelt auf diese Weise ganz einfach einen riesigen Haufen an Karmapunkten.

Zur offiziellen Webseite von Folding@home

Auf der Couch liegen und Netflix gucken – eine valide Beschäftigung in den Zeiten des Coronavirus. Diese Serien sind gerade besonders beliebt: 

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Top 10: Die aktuell beliebtesten Netflix-Serien in Deutschland

Neue Informationen zum Coronavirus erhaltet ihr auf der offiziellen Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.

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Robert Kohlick
Robert Kohlick, GIGA-Experte für Gaming-Hardware, -PCs und -Laptops.

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