Dieser neue Apple-Dienst schwächelt schon jetzt

Thomas Konrad

Im Herbst will Apple mit Apple TV+ und Apple Arcade die große Abo-Offensive starten. Ein anderer Dienst, Apple News+, ist in den USA bereits verfügbar – und sorgt bei den Anbietern für lange Gesichter.

Apple News+: Verlagshäuser mit Umsätzen unzufrieden

Über Apple News+ können Apple-Kunden in den USA und Kanada auf eine Reihe von Magazinen und Nachrichtenmeldungen kostenpflichtiger Newsportale zugreifen – gegen eine Monatsgebühr von 9,99 US-Dollar. Doch bei den teilnehmenden Verlagshäusern scheint davon nicht viel anzukommen: Sie beschweren sich über miese Umsätze, berichtet Business Insider.

Ein Verlagshaus soll angeblich nur ein Zwanzigstel dessen umgesetzt haben, was Apple versprochen hatte. Ein weiterer Verleger habe mit Apple News+ ähnlich viel verdient wie mit Texture – Apple hatte sich den Abo-Anbieter digitaler Zeitschriften Anfang 2018 einverleibt.

iOS 13 bringt neben neuen Abo-Diensten auch ganz praktische Neuerungen, zum Beispiel eine dunkle Benutzeroberfläche:

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Apple News+: Darum hat der Dienst Startschwierigkeiten

Ein Grund für die Umsatzprobleme bei Apple News+ soll die Benutzeroberfläche sein: Für Kunden sei laut Verlagsvertreten nicht immer leicht ersichtlich, ob ein Artikel kostenfrei ist oder zu den Abo-Inhalten gehört. Manche kritisieren zudem, dass bei dem Abo-Dienst vor allem Magazine im Vordergrund stehen.

„Manche“ Anbieter, so Business Insider (via Macrumors), seien dennoch optimistisch: Wenn Apple die Kinderkrankheiten des Dienstes beseitigen kann, lassen sich über Apple News+ künftig womöglich zahlreiche neue Abonnenten hinzugewinnen.

Wann Apple News+ nach Deutschland kommt, ist nicht bekannt. Hierzulande muss man sich nach wie vor mit dem Apple-News-Widget in der Mitteilungszentrale begnügen – die eigenständige Apple-News-App ist ebenfalls nicht verfügbar.

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