Trotz Boykott-Aufrufen und Tatort-Konkurrenz haben deutlich mehr Zuschauer das deutsche Duell gegen Spanien im TV verfolgt. Gab es beim ersten Gruppenspiel noch ein Quotentief, haben sich jetzt 17 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher versammelt. Bei der letzten WM lag der Schnitt aber noch deutlich höher.

 
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WM im ZDF: 17,05 Millionen Zuschauer schalten ein

Nach dem ersten Gruppenspiel gegen Japan sah es noch so aus, als würde der WM-Boykott in Deutschland tatsächlich Früchte tragen. Nur 9,23 Millionen sahen den WM-Einstand der Nationalmannschaft in der ARD. Bei der WM 2018 waren es beim ersten Gruppenspiel noch 26 Millionen Zuschauer mit Marktanteilen jenseits der 75 Prozent.

An solche Zahlen kann das ZDF bei der Übertragung des Spiels Deutschland gegen Spanien zwar nicht anknüpfen, doch eine spürbare Steigerung des Zuschauerinteresses macht sich bemerkbar: Immerhin 17,05 Millionen Zuschauer verfolgten die Partie am Sonntagabend, obwohl parallel der Tatort in der ARD lief. Hier schalteten 5,08 Millionen Zuschauer ein (Quelle: Quotenmeter.de).

Der Marktanteil des ZDF lag beim zweiten deutschen Gruppenspiel bei insgesamt 49,3 Prozent. Jüngere Zuschauer schalteten zu 58,8 Prozent ein. Das bessere Abschneiden kann auch mit der angenehmeren Anstoßzeit um 20:00 Uhr an einem Sonntag erklärt werden. Am vergangenen Mittwoch begann das Japan-Spiel bereits um 14:00 Uhr.

Das dritte und entscheidende Gruppenspiel der Nationalelf findet am Donnerstag, den 1. Dezember, um 20:00 Uhr statt. Die ARD und MagentaTV übertragen die Begegnung.

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TV-Interesse an Katar-WM geringer

17,05 Millionen Zuschauer sind bei einem deutschen WM-Spiel vergleichsweise wenig. Bei der WM 2018 in Russland sahen noch knapp 27,5 Millionen Zuschauer das zweite Gruppenspiel gegen Schweden. Auch Spiele ohne deutsche Beteiligung haben es bei der Katar-WM schwer. Die Partie zwischen den beiden deutschen Gruppengegnern Costa Rica und Japan sahen hierzulande nur rund 2,36 Millionen.