Sind die klassischen Verbrenner tatsächlich noch günstiger als Elektroautos? Dieser Frage ist jetzt der ADAC nachgegangen. Das Ergebnis fällt beim Vergleich verschiedener Fahrzeuge mit unterschiedlichem Antrieb ziemlich klar aus. Maßgeblich sind die Kosten für den jeweiligen Treibstoff – und hier gibt es große Unterschiede.

 

ADAC

Facts 

ADAC: Elektroautos nicht teurer als Verbrenner

Zum Thema Elektroautos herrschen nach wie vor einige Mythen und teilweise kuriose Vorstellungen. Lange schon hält sich das Vorurteil, dass E-Autos teurer wären als ihre klassischen Kollegen mit Verbrennungsmotor. Nun ist der ADAC der Frage nachgegangen. Das Fazit fällt hier klarer aus als zunächst vermutet.

Fest steht, dass der Kauf eines E-Autos oft ein größeres Loch im Portemonnaie hinterlässt – trotz großzügiger staatlicher Förderung und Rabatten von den Herstellern. Wenn aber die Betriebskosten mit eingepreist werden, dann sieht die ganze Sache schnell anders aus. Hier spielen die gestiegenen Kosten für Brennstoffe eine wichtige Rolle. Benzin und Diesel dürften in Zukunft kaum günstiger werden, was auch an der steigenden CO₂-Abgabe liegt.

Der ADAC hat unter anderem einen 3er-BMW als Benziner und Diesel sowie ein Model 3 von Tesla genauer untersucht. Bei einer Nutzungsdauer von fünf Jahren und eine Laufleistung von 15.000 Kilometer im Jahr liegt das Model 3 mit 52,9 Cent pro Kilometer klar vorne. Beim Benziner fallen 68,6 Cent pro Kilometer an. Noch schlechter sieht es bei der Diesel-Variante des BMWs aus, hier müssen Besitzer mit 71,9 Cent pro Kilometer rechnen (Quelle: Der Spiegel).

Noch mehr Irrtümer über Elektroautos klären wir im Video auf:

5 Irrtümer über Elektroautos

ADAC: E-Autos sparen Vielfahrern Geld

Dem ADAC zufolge lohnt sich der Umstieg auf ein Elektroauto insbesondere dann, wenn viele Kilometer gefahren werden. Das E-Auto ID.3 von Volkswagen macht sich mit 44,4 Cent pro Kilometer bemerkbar und kostet auch in der Anschaffung weniger als die Benziner-Variante. Im Vergleich kommt der VW Golf (Diesel) auf 48,5 Cent pro Kilometer beziehungsweise 45,7 Cent pro Kilometer als Benziner.