Der Umstieg aufs E-Auto wird für immer mehr Menschen in Deutschland zur echten Alternative. In den nächsten zwei Jahren kommt ein neues Elektroauto für jeden Zehnten in Frage. Doch die potenziellen E-Auto-Käufer stehen vor einem Problem.

E-Autos werden für viele Deutsche zur echten Alternative

Die deutschen Verbraucher stehen E-Autos immer positiver gegenüber. 10 Prozent gaben einer Bitkom-Umfrage zufolge an, sich in den kommenden zwei Jahren in ihrem Haushalt ein Elektroauto anschaffen zu wollen.

Am höchsten ist der Anteil potenzieller E-Auto-Käufer in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen mit 15 Prozent. Bei den unter 30-Jährigen gaben 14 Prozent an, dass sie sich ein E-Auto kaufen würden. Mit 7 beziehungsweise 4 Prozent ist der Anteil der Käufer bei den 50- bis 64-Jährigen und Menschen ab 65 Jahren deutlich geringer. Befragt wurden 1.002 Personen ab 18 Jahren.

Für diese E-Auto-Käufer wird das öffentliche Ladenetz immer wichtiger. 82 Prozent gaben an, sie würden öffentlich zugängliche Ladesäulen nutzen. Eine eigene Wallbox für Zuhause kommt hingegen nur für 40 Prozent in Frage.

Damit bestätigt sich wieder einmal: Der Ausbau des öffentlichen Ladenetzes ist entscheidend für den Erfolg der E-Mobilität in Deutschland. „Eines der größten Hindernisse bei der Elektromobilität ist nach wie vor das schwache Ladenetz. Wir brauchen eine digitale Energiewende mit einem komplett digitalen und intelligenten Energienetz, damit eine flächendeckende Versorgung mit Ladestationen schnellstmöglich realisiert werden kann“, erklärt
Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder (Quelle: Bitkom).

Umstieg aufs Elektroauto: Diese Probleme müssen gelöst werden

Doch das ist nicht die einzige Herausforderung, vor der E-Auto-Käufer aktuell und wohl auch in den kommenden Jahren stehen. Die ohnehin langen Lieferzeiten bei E-Autos dürften sich durch den Ukraine-Krieg sobald nicht normalisieren. Noch immer ist auch unklar, wie es ab 2023 mit dem Umweltbonus weitergeht.

Wie Bitkom informiert, fand die Befragung von Mitte Januar bis Mitte Februar statt – und damit vor dem russischen Einfall in die Ukraine. Seitdem hat die Preisentwicklung bei Brennstoffen und Strom zudem stark angezogen.

Warum ihr euch besser heute als morgen nach einem E-Auto umsehen solltet:

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Die Pläne der 10 Prozent sind daher kein Bekenntnis zur E-Mobilität trotz der aktuellen Kostensteigerungen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass auch einige Kunden weiter Interesse haben, selbst bei steigenden Preisen. Es gilt: Wer heute überlegt, sich in den nächsten zwei Jahren einen Stromer zuzulegen, sollte besser bald zuschlagen.