Die Antwort auf die Frage „Was letzte Preis?“ ist endgültig beantwortet: eBay trennt sich für 8 Milliarden Euro von seinem Geschäft mit Kleinanzeigen – möchte aber dennoch weiter mitmischen. Der neue Besitzer aus Norwegen wird auf einen Schlag zum weltweit größten Anbieter.

eBay: Kleinanzeigen für 8 Milliarden Euro verkauft

Die eBay Classifieds Group hat einen neuen Besitzer. Der norwegische Anbieter Adevinta hat eBays Geschäft mit Kleinanzeigen für eine Summe von umgerechnet knapp 8 Milliarden Euro übernommen. Damit wird Adevinta zum größten Anbieter von Kleinanzeigen mit rund 3 Milliarden monatlichen Aufrufen in 20 Märkten auf der ganzen Welt. Für Deutschland bedeutet der Verkauf, dass sowohl die eBay Kleinanzeigen als auch das Portal Mobile.de einen neuen Besitzer gefunden haben.

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Adevinta überweist laut Spiegel nicht die volle Summe, sondern „nur“ 2,2 Milliarden Euro an den Mutterkonzern der eBay Classifieds Group. Hinzu kommen nicht weniger als 540 Millionen Aktien, wodurch eBay nun fast die Hälfte der Anteile von Adevinta besitzt. eBay erhält zudem 33,3 Prozent der Stimmrechte, während der norwegische Konzern selbst wiederum 39,5 Prozent besitzt. Die Transaktion selbst soll im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden. Investoren von eBay dürfte der Schritt erfreuen, hatten sie zuletzt doch immer wieder einen stärkeren Fokus auf das Kerngeschäft von eBay gefordert.

Wer verkauft eigentlich auf eBay Kleinanzeigen? Die Bilderstrecke verrät es:

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„Was letzte Preis?“: 31 nervige Typen auf eBay Kleinanzeigen, die jeder kennt

Die eBay Classifieds Group war in insgesamt zwölf Ländern mit eigenen Portalen mit Kleinanzeigen aktiv. Neben den deutschen eBay Kleinanzeigen gehören noch Marken wie Gumtree (Vereinigtes Königreich, Australien und Südafrika), kijiji (Kanada und Italien) und vivanunvios (Mexiko) zu den Portalen, die nun an Adevinta verkauft wurden.

Adevinta-Vorstandschef Rolv Erik Ryssdal zeigt sich zufrieden: „Mit der Übernahme von ebay Classifieds wird Adevinta zum größten Online-Kleinanzeigen-Unternehmen weltweit, mit einem einzigartigen Portfolio führender Marktplatz-Marken.“

Ebay Kleinanzeigen: Mach kein Drama draus (TV-Spot)

eBay: Reine Barzahlung abgeblockt

Der Deal wäre fast geplatzt, da sich Adevinta zunächst nur eine reine Barzahlung vorstellen konnte. Ebay wiederum war der Preis zunächst zu niedrig, da zunächst 7,86 Milliarden Euro im Raum standen – anscheinend war die Summe aber mit dem Zusatz „Verhandlungsbasis“ markiert, sodass man sich letztlich einigen konnte.