Gerade in schweren Zeiten tut lachen einfach gut – das dachte sich anscheinend auch das Team eines bayrischen Edekas. Die Mitarbeiter ziehen aktuell Verschwörungstheoretiker mit einer genialen Idee ins Lächerliche. Und das kommt an. 

Manchmal kann man einfach nicht mehr anders als ungläubig in Lachen auszubrechen, so sehr schießen Verschwörungstheorien manchmal ins Kraut – besonders während der Corona-Pandemie. Einer davon hat sich das Social-Media-Team eines Edeka-Marktes nun angenommen und wendet sich damit gegen Impfgegner, die fürchten, mit dem Corona-Impfstoff würden Computerchips injiziert.

Angeblicher „Impfchip“ führt zu Fehlalarm bei Edeka

So wendet sich Edeka Wollny aus dem bayrischen Friedberg auf Facebook an seine Kunden um aufzuklären: „Wir mussten leider feststellen, dass es offenbar bei einigen Impfchips der ersten Generation zu Beeinträchtigungen beim Einkaufen kommen kann, da diese gelegentlich mit unseren Warensicherungsanlagen interagieren und dabei Fehlalarme auslösen können.“

Jeder, der sich noch an Shopping-Bummel am Wochenende in der Zeit vor Corona erinnern kann, versteht, worauf hier angespielt wird: Wer hat nicht schon mal mit Einkaufstüten bepackt im nächsten Laden einen Alarm an der Tür ausgelöst? Das Edeka-Wollny-Team hat auch direkt die Lösung parat. Ausgelesen werden könne der „Impfchip“ bei Haus- und Tierärzten oder im Krankenhaus, um festzustellen, welche Chipversion eingesetzt wurde. Updates für die fehlerbehaftete Hardware-Software-Kombination werden auch bereits in Aussicht gestellt.

Für Kunden, die nachweislich(!) vom Fehlalarm durch den „Impfchip“ betroffen sind, soll es einen 25-Euro-Gutschein geben – einzulösen bei Edeka oder direkt bei Microsoft. Schließlich steht die Bill & Melinda Gates Foundation für Verschwörungstheoretiker regelmäßig im Zusammenhang mit den angeblich per Impfung implantierten Überwachungschips.

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Humor von Edeka-Mitarbeitern kommt an

Bei vielen Facebook-Nutzern kommt die Portion Humor gut an und sie werden selbst kreativ: Wichtig sei die Zweitimpfung, heißt es etwa. Da werde das Update für den „Impfchip“ eingespielt. Ein anderer Kommentator wirft eine ewige Frage auf: Apple oder Microsoft? Er werde auf das Konkurrenzprodukt warten, den „iChip“ von Apple, schreibt ein Facebook-Nutzer mit Augenzwinkern.

Bei Facebook wurde der erfolgreiche Post über 12.000 Mal geteilt. Aufmerksamkeit hat das Team aus Friedberg damit auf jeden Fall erreicht – und etwas gute Laune verbreitet.