Ein Großteil der Ladevorgänge bei Elektroautos findet zuhause statt. Da ist die Wahl der richtigen Wallbox für E-Auto-Fahrer entscheidend. Die Stiftung Warentest hat sich deswegen private Lade-Wallboxen in einem aktuellen Test genauer angesehen. Zwei Modelle fallen dabei mit Sicherheitsmängeln durch, sie können für E-Auto-Fahrer sogar gefährlich werden.

 
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Wer E-Auto fährt, braucht entweder eine verlässliche und gut ausgebaute öffentliche Ladeinfrastruktur oder ist auf Ladestationen angewiesen, die nicht für jedermann zugänglich sind, ob etwa bei der Arbeit oder zuhause. Wallboxen sind – trotz inzwischen erschöpfter Fördermittel – eine bequeme Möglichkeit zuhause das E-Auto zu laden.

Stiftung Warentest: Von diesen Wallboxen sollten E-Auto-Fahrer die Finger lassen

Die Stiftung Warentest hat zwölf Modelle in ihrem aktuellen Test genauer unter die Lupe genommen. Für zehn Wallboxen steht unterm Strich eine gute Bewertung, zwei fallen jedoch wegen Sicherheitsmängeln durch: Die Eve Single S-Line von Alfen und die Wallbox GLB von PC Electric werden mit „Mangelhaft (5,0)“ bewertet (Quelle: Stiftung Warentest).

Grund für das schlechte Abschneiden der beiden Letztplatzierten sind Mängel der elektrischen Sicherheit: Es könne passieren, „dass sie Fehler­ströme später kappen, als die Norm erlaubt“, schreiben die Warentester. Bei einem Kontakt könnte es dann bei Nutzerinnen und Nutzern zu einem potenziell gesundheitsschädlichen Stromschlag kommen. Bei der Stiftung Warentest führt das ungeachtet sonstiger Testparameter sofort zur Disqualifikation.

Wallboxen liegen nah aneinander: Warentester vergeben 10 „Gut“

Insgesamt schneiden die getesteten Wallboxen allerdings deutlich besser ab. Alle weiteren zehn Modelle erreichen ein „Gut“. Den ersten Platz teilen sich dabei ebenfalls zwei Modelle, der go-eCharger Homefix als Preis-Leistungs-Empfehlung (675 Euro im Mittel) sowie die Wallbox Chargers Commander 2. Beide Wallboxen erreichen die Note 1,8 und wurden mit 11 kW Ladeleistung getestet. Letztere ist laut Stiftung Warentest inzwischen vom Hersteller durch eine 22-kW-Version ersetzt worden.

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Bewertet wurden im Test neben der Sicherheit Funktion und Zuverlässigkeit, die allgemeine Handhabung sowie die Vielseitigkeit. Auch der Umgang mit Kundendaten bei zugehörigen Apps wurde untersucht, floß im Gegensatz zu den anderen Kriterien aber nicht in die Endnote mit ein.

Die Warentester haben bei den Wallboxen gemeinsam mit dem ADAC getestet. Fünf E-Autos wurden dafür genutzt: ein ID.3 sowie in e-UP von VW, ein Renault Zoe aus dem Jahr 2020, ein Opel Ampera-e sowie ein Model Y von Tesla, um sowohl ein-, zwei- als auch dreiphasiges Laden abbilden zu können.