Nvidia hat eine neue Grafikkarte im Programm – doch auf der offiziellen Webseite ist sie nirgends zu finden. Nvidia macht aus ihr ein echtes Geheimnis. Die neue GPU hört auf den Namen CMP 170HX und richtet sich vor allem an Miner von Kryptowährungen. In diesem Bereich kann sie echte Top-Werte erzielen, das lassen sich die Händler aber auch teuer bezahlen. Aktueller Kostenpunkt: mehr als 4.000 Euro.

 
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CMP 170HX: Nvidia neue Mining-Grafikkarte ist ein Geheimnis

Normalerweise feuert Nvidia zum Start einer neuen Grafikkarte aus allen Marketing-Rohren – doch zur Veröffentlichung des neuesten Modells gab es nicht einmal eine Pressemitteilung. Bei der neuen Grafikkarte handelt es sich um die Nvidia CMP 170HX – eine GPU, die speziell für das Schürfen von Kryptowährungen konzipiert wurde und deren technische Daten sich entsprechend stark von einer normalen Gaming-Grafikkarte unterscheiden.

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Die neue Nvidia CMP 170HX. (Bildquelle: Viperatech)

So setzt das neue Mining-Modell etwa auf teuren HBM2e-Grafikspeicher, der deutlich mehr Speicherbandbreite als die Gaming-Modelle bietet. Zur Relation: Die RTX 3090 bietet rund 1 TB pro Sekunde, die CMP 170HX hingegen erreicht fast 1,5 TB pro Sekunde. Dieses Leistungsplus, das sich auch in einer deutlich höheren Hashrate (CMP 170HX: 160 MH/s @ 200 Watt vs. RTX 3090: 95 MH/s @ 350 Watt) widerspiegelt, lassen sich die Händler ordentlich versilbern.

Mehr als 4.200 Euro werden aktuell für die Grafikkarte aufgerufen (Quelle: Viperatech). Das mag im ersten Moment verdammt teuer wirken, für Miner hingegen könnte sich die Investition tatsächlich lohnen, wenn sie entsprechend günstig an Strom kommen und der Kurs von Ethereum und Co. stabil bleibt.

Neue Nvidia-Grafikkarte ist nur was für Miner

PC-Spieler hingegen sollten um die Grafikkarte einen großen Bogen machen – nicht nur aufgrund des hohen Preises. Da die GPU fürs Mining optimiert wurde, fehlen ihr viele Features, die man von einer normalen Grafikkarte erwartet. So gibt es etwa keine Videoausgänge, mit denen man die Grafikkarte an seinen Monitor anschließen könnte.

Technik-Experte Linus Sebastian hat die Grafikkarte bereits unter die Lupe genommen – und auch versucht, sie zu zweckentfremden: 

Auch auf einen Lüfter wurde verzichtet, sodass die Grafikkarte ohne entsprechend separate Kühlung schnell überhitzt. Und da das Modell nicht auf Nvidias Webseite gelistet ist, finden sich dort nirgends Windows-Treiber. Stattdessen muss das entsprechende Software-Paket über andere Webseiten herunterladen und installiert werden – und selbst dann kann die Kompatibilität mit vielen Programmen nicht gewährleistet werden.