„Ein neuer Weg, um die Welt zu erkunden“: Mit diesem vollmundigen Versprechen bemüht sich ein chinesischer Hersteller, die Vormachtstellung von Google Maps zu beenden. Als Partner konnte TomTom gewonnen werden. Die erste Beta-Version der App wirkt schon vielversprechend, einen Haken gibt es aber.

 

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Huawei Petal Maps: Neue Alternative zu Google Maps

Huawei hat seinen eigenen Kartendienst mit dem Namen Petal Maps vorgestellt. Das Kartenmaterial stammt vom niederländischen Navigationsexperten TomTom. Auf amerikanische Technik soll verzichtet werden – aus gutem Grund, denn das US-Embargo gegen Huawei macht es immer schwieriger, mit Partnern in den USA zusammenzuarbeiten. Huawei weist auch darauf hin, dass Petal Maps nur auf Huawei- und Honor-Smartphones laufen wird. Eine erste Beta-Version der App steht entsprechend nur in der Huawei AppGallery und nicht im Play Store von Google zur Verfügung.

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Petal Maps ist die erste App dieser Art von Huawei. Neben Karten selbst gibt es Infos zum Verkehr, eine Navigation sowie eine Suchfunktion. Orte und Routen können auch einer Favoritenliste hinzugefügt werden. Neben einer 2D-Ansicht können Strecken und Orte auch in 3D angesehen werden. Die Fahrtdauer wird live aktualisiert und auch öffentliche Verkehrsmittel sind in der App zu finden. Auf kommenden Handys von Huawei wird Petal Maps vorinstalliert sein, Google Maps hingegen nicht mehr.

Obwohl es sich bislang nur um eine Beta handelt, hat Huawei bereits an eine Sprachausgabe auf Deutsch gedacht. Auch Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch ist bei Bedarf zu hören. Während der Fahrt mit dem Auto kann die Navigation per Geste gesteuert werden, um zum Beispiel den Zoomfaktor der angezeigten Karte zu verändern. Das funktioniert allerdings nur bei neueren Huawei-Handys.

Mehr zu Huawei Petal Maps gibt es im offiziellen Trailer:

Huawei Petal Maps: Neue Alternative zu Google Maps

Huawei Petal Maps in 140 Ländern verfügbar

Wie wichtig die App für Huawei ist, macht ein Blick auf die unterstützten Länder und Regionen deutlich. Ganze 140 Länder werden von Beginn an unterstützt, darunter auch Deutschland und viele andere europäische Länder. Die USA sind auf der Liste allerdings nicht zu finden.