Google zieht die Zügel an: In Zukunft sollen Apps auf Android-Smartwatches nicht mehr ganz so einfach zu nutzen sein bisher. Geht es nach Google, dann müssen sie aus dem offiziellen Play Store stammen. Besitzern einer Smartwatch mit Wear OS wird das sicher nicht gefallen.

 

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Eingeschränkte Nutzung: Wear OS mit Play-Store-Pflicht

Viele Smartwatches setzen auf Wear OS als Betriebssystem. Hier war es bislang möglich, Apps ganz nach Belieben zu installieren. Solange Wear OS unterstützt wird, stand einem Einsatz nichts im Weg. Das wird sich ab dem 10. März 2021 aber ändern. Aber diesem Zeitpunkt wird es nur noch möglich sein, Apps auf der Smartwatch mit Wear OS zu installieren, die aus dem Play Store von Google stammen.

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Google selbst geht dabei gar nicht explizit gegen das „Sideloading“ vor, sondern verbietet fremde Quellen eher über Umwege. Ab dem genannten Zeitpunkt wird das „Legacy Embedded App Model“ nicht mehr unterstützt. Bei diesem Modell wurden Apps für Wear OS zusammen mit ganz normalen Android-Apps für Handys in eine Kategorie gesteckt. Da es auf Smartphones möglich ist, Apps aus fremden Quellen zu installieren, geht das eben auch bei Smartwatches. Die Nutzung erfolgt dabei aber wie üblich auf eigene Gefahr. Davon möchte Google nun nichts mehr wissen.

Google möchte in Zukunft eine striktere Trennung zwischen Apps für Smartwatches und Apps für Smartphones erreichen, wie SlashGear berichtet. Die jeweiligen APK-Dateien sollen dabei kleiner und spezifischer werden, so die Hoffnung. Dass „Sideloading“ damit bei vielen Smartwatches verloren geht, wird allem Anschein nach einfach hingenommen.

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Geringere Auswahl: Google schottet Wear OS ab

Wear OS wird durch den jetzt bekannt gewordenen Schritt an Offenheit verlieren. Wenn es künftig nur noch Apps aus dem Play Store gibt, werden Nutzer wie Entwickler gleichermaßen gezwungen, auf andere Lösungen und Quellen zu verzichten. Über Play Protect dürfte sich so zwar die Sicherheit erhöhen, doch die Auswahl an Apps für Wear OS wird dadurch nicht gerade größer.