Googles Pixel-Ökosystem wächst und wächst. Neben Smartphones bietet der US-Konzern mittlerweile auch Kopfhörer und Smartwatches an. Im kommenden Jahr soll auch ein Pixel-Tablet folgen. Ein Zufall ist das nicht: Hinter dem Fokus auf eigene Hardware soll die pure Angst stecken. Insidern zufolge fürchtet sich Google vor zwei Entwicklungen.

Android, Chrome OS und natürlich unzählige Onlinedienste: Google ist durch und durch eine Softwarefirma. Trotzdem legt das Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View zuletzt einen immer größeren Fokus auf eigene Hardware. Mit der Pixel Watch ist kürzlich die erste eigene Smartwatch in den Handel gekommen, 2023 soll dann ein Tablet folgen. Für Google soll die neue Hardware-Strategie überlebenswichtig sein.

Google will sich Pixel-Ökosystem unabhängig machen

Laut Insidern aus dem Unternehmensumfeld von Google setzt der Konzern verstärkt auf eigene Hardware, weil man sinkende Marktanteile bei Partnern wie etwa Samsung fürchtet. Darüber hinaus besteht seit Längerem die Gefahr, dass internationale Regulierungsbehörden eingreifen und Google seinen Platz als Standard-Suchmaschine auf dem iPhone verliert (Quelle: The Information).

Beides hätte katastrophale Auswirkungen auf den Umsatz, den Google noch immer zum Großteil mit Online-Werbung verdient. Ein eigenes Ökosystem wäre hingegen ein Rettungsanker. Google wäre hier Herr im Hause und nicht auf Samsung oder Apple angewiesen. Ob das plötzliche Aus von Stadia mit der neuen Strategie zusammenhängt, ist nicht bekannt. Google hat Anfang Oktober bei seinem Cloud-Streaming-Service überraschend den Stecker gezogen.

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Google fährt Investitionen in anderen Bereichen zurück

Der Hardware-Fokus soll sogar interne Umstrukturierungen nach sich ziehen. So sollen beispielsweise die Investitionen in den Google Assistant für Autos zurückgefahren worden sein. Mitarbeiter aus einzelnen Bereichen wie etwa Google TV habe man angeblich abgezogen und in andere Unternehmensteile transferiert. Auf Nachfrage gegenüber Engadget wollte sich der Suchmaschinenanbieter nicht zu den Insiderberichten äußern (Quelle: Engagdet).