Der Plan ist aufgegangen, das Warten vorbei: Das zuständige Landesumweltamt hat Tesla die finale Genehmigung für den Bau der Gigafactory in Grünheide bei Berlin erteilt. Der Verkauf erster Teslas aus deutscher Herstellung ist damit nur noch eine Frage von Wochen.

 
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Update vom 04.03.2022: Die Gigafactory in Grünheide hat wie geplant die abschließende Baugenehmigung erhalten. Das teilte das zuständige Landesumweltamt mit (Quelle: t-online). Aus der vorläufigen Genehmigung, unter der Tesla den Bau seit zwei Jahren vorangetrieben hat, wird damit eine vollgültige. Das Umweltamt macht dem E-Auto-Hersteller allerdings gleichzeitig Auflagen anhand des Immissionsschutzgesetzes, an die man sich wird halten müssen. Dann steht nur noch die Betriebserlaubnis aus, die angesichts der Baugenehmigung nun aber eher Formsache sein dürfte. Dem offiziellen Produktionsstart noch im März steht damit praktisch nichts mehr im Wege.

Originalartikel:

Tesla-Kunden haben genug gewartet: Genehmigung steht kurz bevor

Der Start von Teslas Gigafactoy in Grünheide hat sich offenbar lang genug verzögert. Die abschließende Genehmigung soll unmittelbar bevorstehen. Donnerstag oder Freitag rechnet man mehreren Berichten zufolge mit dem Go seitens der Behörden (Quelle: Tagesspiegel via Electrive). Dann würde nur noch eine Betriebserlaubnis ausstehen.

Bis die ersten Elektroautos der US-Marke aus deutscher Produktion ihren neuen Besitzern übergeben werden, sollen noch rund zwei weitere Wochen vergehen. Der zuvor anvisierte Auslieferungsbeginn erster Model Y von Tesla für Mitte bis Ende März scheint gehalten zu werden. Für den 22. oder 23. März plane man bereits eine Eröffnungsfeier, bei der die ersten 30 Fahrzeuge vom Typ Model Y Performance übergeben werden sollen.

Nach Monaten der Verzögerung und einem ständigen Hin und Her zwischen dem E-Auto-Bauer und den Behörden nimmt Tesla damit wohl endlich einen neuen Meilenstein. Denn wie CEO Elon Musk in den vergangenen Jahren mehrfach angekündigt hat, soll die deutsche Fabrik neue Standards in punkto Effizienz setzen, aber auch bei der Qualität könnte sich eine Verbesserung bemerkbar machen.

Tesla made in Germany: Qualitätsmerkmal oder Nachteil durch Verspätung?

Tesla hat immer wieder mit Schwierigkeiten bei Produktion und Qualität zu kämpfen, wie etwa der TÜV bestätigt. Musk selbst gab den Tipp an Käuferinnen und Käufer, am besten zu bestimmten Zeiten im Produktionszyklus zu kaufen, um Qualitätsmängel zu vermeiden. Auch iim Verbrauchercheck konnte Tesla zuletzt nicht brillieren. Bleibt zu hoffen, dass das mit den Teslas made in Germany der Vergangenheit angehört.

Auch, weil man durch die Verzögerungen einen Vorteil bereits verspielt hat: Die neuen, leistungsstärkeren 4680-Batteriezellen sollen nun zuerst bei den in Texas gebauten Model Y zum Einsatz kommen, die deutsche Produktion muss vorerst auf importierte Akkus zurückgreifen. Eigentlich ist in Grünheide auch die Batterieherstellung vorgesehen.

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Bei aller Vorfreude sollte zudem eines nicht vergessen werden: Die Fertigstellung der Fabrik, die Aufnahme der Produktion sowie des Verkaufs – all das stand schon mehrmals kurz vor dem Start. Bis Donnerstag oder Freitag also wirklich die Genehmigung kommt, bleiben wir gespannt.