Tesla-Chef Elon Musk ist bekannt für seine unkonventionelle Art – und wird von vielen gerade dafür bewundert. Dass er jetzt vom Kauf seiner eigenen E-Autos abrät, ist trotzdem ein echter Hammer. Die Gründe lassen tief blicken.

 

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„Jede Publicity ist gute Publicity“ ist ein oft zitierter Spruch aus der Werbebranche. Egal ob gut oder schlecht, Hauptsache die Menschen kennen den Namen einer Firma oder eines Produkts. Doch die Annahme ist strittig und auch im aktuellen Fall von Tesla muss man sich fragen: Hat Elon Musk das wirklich gesagt?

Elon Musk im Interview: Tesla-Chef rät vom Kauf ab

In einem Interview hat das Enfant Terrible unter den großen Konzern-Chefs der Welt nun zugegeben, dass Tesla nach wie vor Schwierigkeiten bei der Produktion hat. Immerhin ein offenes Wort, ist doch die Qualität von Teslas E-Autos etwa durch den jüngsten Rückruf in Frage gestellt. Laut Musk sei es „super schwer“, die Stückzahl produzierter Autos stark hochzufahren und – wie The Verge berichtet – gleichzeitig „bei den kleinen Details alles richtig zu machen“. Das sei auch kein neues Problem, sondern komme immer wieder vor, wenn das Unternehmen seine Produktionsmenge deutlich steigert. Tesla hatte im Jahr 2020 gerade so das selbst gesteckte Ziel von 500.000 Autos erreicht.

Was Elon Musk noch alles treibt, seht ihr im Video:

Elon Musks Unternehmen: Das sind die größten Projekte des Tesla-Chefs

Für Elon Musk gilt daher eine einfache Regel: Entweder gleich zu Anfang kaufen, sobald ein neues Modell erscheint – oder erst, wenn die Produktion ein stabiles Level erreicht hat. Dazu rate er zumindest Freunden, so der CEO im Interview. Während die Produktion gesteigert wird, könnten sich Fehler häufen, wie zuletzt beim Lackieren des neuen Model 3.

Grober Schnitzer von Musk oder kluger PR-Einfall?

Ein freundschaftlicher, uneigennütziger Rat von einem der erfolgreichsten Manager unserer Zeit also? Zuzutrauen wäre das Elon Musk wohl sogar. Aber in der Aussage steckt natürlich mehr: Kauft euren Tesla schnellstmöglich, wartet nicht zu lange. Wer ihn beim Wort nehmen will – etwa wenn die frischen Model S und Model X im Herbst erscheinen – sollte sich erinnern, dass Musk auch etwas davon hat, wenn neue Modelle sich vom Start an gut verkaufen.