Huaweis Situation ist bestenfalls angespannt, die Handelsverbote der USA treffen das Unternehmen hart. Umso wichtiger, dass das eigene Betriebssystem HarmonyOS ein Erfolg wird. Der Smartphone-Chef von Huawei verspricht damit jetzt sogar ein smartes Leben.

 
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HarmonyOS: Huaweis eierlegende Wollmilchsau

Huawei steht unter extremem Druck, ausgelöst durch die Handelsverbote der US-Regierung unter Donald Trump. In der Folge hat das Unternehmen viele Ressourcen in die Entwicklung des eigenen Betriebssystems HarmonyOS gesteckt. Das soll jetzt weit mehr werden, als eine weitere Software-Plattform für Smartphones.

Bei der jährlichen Huawei-Konferenz kündigte Richard Yu, CEO der Huawei Consumer Business Group, an, was man sich mit HarmonyOS vorgenommen hat: Demnach werde es ein „nie da gewesenes, umfassendes smartes Leben“ ermöglichen, berichtet Huawei Central. Für HarmonyOS sollen neue Anwendungsbereiche erschlossen werden: Neben smarten Fernsehern, auf denen es bereits verfügbar ist, steht natürlich die Nutzung auf Smartphones an. Doch der Plan ist, dass sich noch andere Geräte dazu gesellen, die HarmonyOS dann miteinander verzahnen könnte. Die Rede sei etwa von Smartwatches und Tablets, aber auch als Software-Umgebung für die Automobilbranche soll HarmonyOS konzipiert werden. Huawei will also sein Betriebssystem zur All-In-One-Lösung aufziehen.

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Liegt Huaweis Zukunft im Internet of Things?

Der spannendste Aspekt ist allerdings, dass HarmonyOS auch für externe Hersteller angeboten werden soll. Entsprechende Pläne für Smartphones anderer Marken waren bereits bekannt. Doch es soll wohl noch mehr kommen: Huawei will HarmonyOS zur Grundlage von IoT-Geräten machen. Im Internet of Things könnte sowohl für Industrie als auch Verbraucher der nächste Meilenstein der Digitalisierung liegen. Smarte Geräte und Systeme sollen direkt miteinander kommunizieren – vom Fertigungsroboter, der sich selbst wartet, bis zum Kühlschrank, der zur Haushaltshilfe mutiert, indem er von alleine einkauft. Mit Yus Ziel, dieses „smarte Leben“ über HarmonyOS mit zu gestalten, hat der Konzern viel vor – und könnte damit gerade den Grundstein legen, um die aktuellen Schwierigkeiten hinter sich zu lassen.

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