Ikea bekommt den Nachschubmangel, der besonders die Möbelbranche trifft, zu spüren. Die Konkurrenz kann sich unterdessen im wachsenden Online-Handel behaupten. Da es nicht rund läuft, droht Ikea Kunden ein unschöne Überraschung: Die Preise werden steigen.

 
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Ikea ist bekannt als Anbieter erschwinglicher Haushaltswaren, Inneneinrichtung und vor allem für Möbel, die sich viele Menschen leisten können. In diesem Jahr muss der Möbelhändler Federn lassen, was die Umsätze angeht. In Deutschland wächst die Konkurrenz und kostet Ikea Marktanteile.

Ikea unter Druck: Kunden droht unschönes Erwachen

Mit 5,3 Milliarden Euro fällt der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis Ende August) 3,2 Prozent geringer aus, wie das Unternehmen in einer Pressekonferenz mitteilte (Quelle: FAZ). 2020 war für Ikea ein Rekordjahr. Man profitierte von der Krise, weil viele Menschen ihr Heim aufhübschen wollten.

Inzwischen macht dem Konzern der mangelnde Nachschub zu schaffen. Immer wieder sind beliebte Produkte nicht verfügbar, lange Warte- und Lieferzeiten sind keine Seltenheit:

Beim Ikea-Besuch in den vergangenen Monaten kein seltener Anblick: leere Regale in der SB-Halle (Bildquelle: GIGA)

Der Einbruch ist – auch dank Ladenschließungen – im stationären Handel mit rund 25 Prozent weniger Umsatz noch weit gravierender. Der stark angezogene Online-Handel kann jedoch viel davon auffangen. Ikea ist es nach eigenen Angaben gelungen, die Online-Umsätze mehr als zu verdoppeln. Aber auch die Konkurrenz ist hier stark, online ist Ikea nicht einmal Marktführer im eigenen Kerngeschäft. Um das zu schaffen, muss man auch bestehende Probleme angehen.

Was Ikeas Herausforderungen für Kunden bedeuten

In der aktuellen Situation wird Ikea an der Preisschraube drehen. Schon im nächsten Jahr sollen die Preise angezogen werden. Um wie viel es hoch geht, wurde nicht kommuniziert.

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Der Grund: Lieferengpässe bedeuten nicht nur Ärger für die Kunden, sondern auch ausbleibende oder verzögerte Einnahmen. Zudem hätten steigende Kosten für Rohstoffe wie Holz, Metall und Schaumstoffe den Konzern härter getroffen als erwartet. Noch vor wenigen Monaten hatte Ikea angekündigt, das Sortiment zu überarbeiten und dabei für viele Artikel die Preise zu senken.