Für Huawei steht aktuell vieles auf dem Spiel. Durch den US-Bann bekommt das chinesische Unternehmen langsam Probleme mit dem Bau von neuen Smartphones. Nun wurde bekannt, dass Huawei an einer Lösung arbeitet, die aber nicht sofort greifen wird.

 

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Huawei investiert mehr in chinesische Unternehmen

Der US-Bann hat Huawei eines gelehrt: Auf Technologien aus dem Ausland, besonders den USA, kann sich das Unternehmen nicht mehr verlassen. Eigentlich hat Huawei weltweit sehr gute Beziehungen gepflegt und in sehr vielen Ländern Partner, die das Unternehmen mit Komponenten versorgen. Seit dem US-Bann zeigt sich aber, dass die Zusammenarbeit nicht zukunftssicher ist. Laut Reuters investiert Huawei deswegen bereist seit Beginn des Jahres vermehrt in chinesische Unternehmen, die verschiedene Technologien und Komponenten entwickeln, die Huawei auf lange Sicht benötigt. Selbst wenn die Unternehmen noch keine großen Umsätze oder Gewinne machen, für die Zukunft aber relevant werden können, kauft Huawei 5 bis 10 Prozent der Anteile, um sich so den Zugang zu der Technologie zu sichern.

Für Huawei ändert sich damit die gesamte Strategie des Unternehmens. Das chinesische Unternehmen hat bis zum US-Bann viel in Unternehmen außerhalb Chinas investiert oder sie gekauft, um bestimmte Technologien weiterzuentwickeln. Jetzt fokussiert man sich im Grunde nur noch auf China, wo das Investment dann auch relativ sicher ist. Damit sichert sich Huawei ab. Der Nutzen wird aber nicht sofort spürbar sein, sondern erst in den kommenden Jahren. Bis dahin muss Huawei durchhalten. Für die Entwicklung neuer Technologien auf der ganzen Welt ist die Abkapselung der USA und China natürlich nicht förderlich.

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Es gibt auch gute Nachrichten von Huawei:

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Huawei-Partner erhalten erste Ausnahmegenehmigungen

Während es im Bereich von 5G und Smartphones schlecht aussieht, scheint sich die Lage bei den Laptops zu erholen. Dort sollen Intel aber auch AMD Ausnahmegenehmigungen für die Zusammenarbeit mit Huawei erhalten haben. Auf so eine Ausnahmegenehmigung hat auch Google gehofft, um Huawei-Smartphones wieder mit den Apps und Diensten versorgen zu können. Das wird aber wohl nicht passieren. GIGA wird die Situation rund um Huawei weiter im Blick behalten.