Apple steht vor einem gewaltigen Problem. Aufgrund eines neuerlichen COVID-Lockdowns könnte die iPhone-Produktion im größten chinesischen Foxconn-Werk im nächsten Monat um 30 Prozent einbrechen. Nachdem schon erste Mitarbeiter die Flucht ergriffen, kann jetzt wohl nur noch mehr Geld helfen.

iPhone-Hersteller greift jetzt tief in die Tasche

Normalerweise beschäftigt Apples Auftragsfertiger Foxconn im fernen Zhengzhou rund 200.000 Menschen im größten Werk für die iPhone-Produktion. Aktuell hat der iPhone-Hersteller aber Schwierigkeiten, alle diese Mitarbeiter vor Ort zu halten. Nicht wenige von ihnen ergriffen nämlich bereits die Flucht, nachdem sich COVID in Zhengzhou ausbreitete und es zu einem neuen Lockdown kam. Die Arbeiter fürchteten nämlich aufgrund Chinas Zero-COVID-Strategie am Ende in der Fabrik festzusitzen und nicht mehr rauszukommen.

Einem aktuellen Bericht nach vervierfacht Foxconn nun die täglichen Prämien für seine Arbeiter, um letztlich genügend Mitarbeiter für die weitere Montage von iPhones zu gewinnen (Quelle: Reuters). Konkret in Zahlen ausgedrückt: Normalerweise gibt’s einen Bonus von 100 Yuan pro Tag für die Mitarbeiter in der Fabrik. Jetzt aber zahlt Foxconn auf einem Schlag 400 Yuan – entspricht circa 55 Euro. Wer mehr als 25 Tage arbeitet, erhält einen maximalen Bonus von 5.000 Yuan im Monat. Wer sich „voll einsetzt“, soll sogar über 15.000 Yuan verdienen können. In der Relation: Regulär verdienen Fabrikarbeiter zwischen 3.000 und 4.000 Yuan. Ergo: Foxconn und Apple locken derzeit mit mächtigen Aufschlägen.

Von den neuen iPhone-Modellen sind besonders die beiden Pro-Varianten gefragt:

iPhone 14 (Pro) vorgestellt Abonniere uns
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Es drohen noch längere Wartezeiten

Viel anderes bleibt ihnen auch nicht übrig, möchte man das wichtige Weihnachtsgeschäft nicht gefährden. Immerhin könnte die Produktion der Apple-Handys um 30 Prozent durch die jüngsten Entwicklungen einbrechen. Nicht gut, vor allem das iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max sind stark gefragt. Lange Lieferzeiten sind schon heute an der Tagesordnung. Deshalb will Foxconn nicht nur über diese publik gewordenen Prämienzahlungen das Ruder rumreißen, auch plant man, die Produktion in einem anderen Werk in Shenzhen hochzufahren.

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