Nicht nur hierzulande wird alles teurer, auch der japanische Markt leidet. Apple reagiert und erhöht noch vor dem Verkaufsstart des iPhone 14 die lokalen Preise für alle aktuellen Handys. Was bedeutet dies für hiesige Käufer? Was droht uns jetzt?

 
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Apple greift durch: iPhone-Preise in Japan steigen

Apple sieht sich zu einem außergewöhnlichen Schritt gezwungen und erhöht jetzt die Preise auf dem japanischen Markt. Allerdings nicht für alle Produkte, es trifft derzeit allein die iPhone-Modelle (Quelle: 9to5Mac).

Beispielsweise steigt der Preis fürs iPhone SE von 57.800 Yen auf 62,800 Yen, ein iPhone 13 Pro kostet nunmehr nicht mehr 122.800 Yen, sondern bereits 144.800 Yen. Eine heftige Erhöhung der Preise. Doch warum tut Apple dies? Ein Blick auf den Wertverlust des japanischen Yen verschafft Aufklärung. Der schmiert nunmehr seit geraumer Zeit ab und verlor allein in den letzten drei Monaten circa 15 Prozent seines Wertes gegenüber dem US-Dollar. Insofern ist Apples schnelle Reaktion verständlich. Weniger deutlich wird aber, warum der Hersteller allein die Preise der iPhones korrigiert und die anderen Produkte unangetastet lässt.

Die Preise für das neue MacBook Air vermitteln schon mal einen Eindruck von Apples künftigen Preiserhöhungen:

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Derartige Preissteigerungen im laufenden Produktlebenszyklus sind eher ungewöhnlich. In der jüngeren Vergangenheit kam dies beispielsweise in der Türkei vor. Deren heimische Währung verlor noch deutlicher an Wert, sodass Apple sogar zeitweise den Handel komplett aussetzen musste, bevor man ihn mit entsprechenden Preisanpassungen später wieder aufnahm.

Was droht europäischen Käufern?

Doch was bedeutet dies nun für europäische Käufer? Auch die müssen sich demnächst wohl auf Preiserhöhungen einstellen. Auf Jahresbasis verliert nämlich auch der Euro weit über 10 Prozent gegenüber dem Dollar an Wert. Zuletzt wurde dies bei Apples Preiskalkulation für die MacBooks deutlich. Entsprechend düster sind die Vorhersagen zum iPhone 14. Wesentlich höhere Preise sind zu erwarten, wir berichteten. Sprich auch wenn Apple hierzulande vielleicht nicht gleich die Preise existierender Modelle anpasst, neue Produkte werden im Vergleich jetzt deutlich teurer.