Ihr wartet noch mit dem Kauf eines neuen iPhone 13, weil ja in wenigen Monaten schon Nummer 14 erwartet wird? Fragt ihr mich, ist dies gar nicht mal eine so gute Idee. Denn nicht nur Gas, Benzin und Strom werden teurer, auch bei Apple wird’s immer kostspieliger. Reden wir mal drüber in der aktuellen Ausgabe der GIGA-Wochenendkolumne.

 
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Die Entwicklung zeichnet sich seit einigen Monaten ab. Neue Apple-Produkte werden immer teurer, zuletzt das MacBook Air 2022 mit M2-Chip. Jedoch spüren diese Teuerung vorzugsweise nur wir Europäer. Die US-Preise hingegen bleiben bei Apple stabil. Nicht stabil bleibt hingegen der Wert unserer Währung. Gegenüber dem US-Dollar verliert der Euro nämlich kontinuierlich an Kaufkraft. Nicht zuletzt der Ukraine-Krieg ist hierfür ursächlich. Eine Situation, die heute oder morgen auch nicht aufgelöst sein wird, es bleibt demnach angespannt.

iPhone 14: Ein Tausender wird’s mindestens kosten

Dummerweise ist der US-Dollar aber nicht nur für Apple immer noch die Leitwährung. Apple kalkuliert die Preise also auf dessen Basis. Die Gerätepreise der internationalen Märkte werden dann einfach umgerechnet. Hinzu kommen noch entsprechende Lokalisierungskosten, gesetzliche Abgaben, die Steuer (US-Preise sind immer rein netto) und Apples Sicherheitszuschlag für künftige Währungsschwankungen. Unterm Strich ein nettes kleines Kostenpaket, was wir alle zu tragen haben.

Kostet glücklicherweise auch 2022 noch immer nichts – Apples neue System-Updates für den Herbst:

Apple-Updates 2022: Highlights aus iOS 16, iPadOS 16, macOS Ventura und watchOS 9 Abonniere uns
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Schon jetzt ist daher für mich klar: Das iPhone 14 wird so richtig teuer und dürfte neue Rekorde brechen. Ein Rechenbeispiel. Legen wir Apples letzte Preis-Kalkulation zugrunde (MacBook Air 2022) und gehen davon aus, dass die eigentlichen US-Preise unverändert übernommen werden und das Mini-Modell nicht mehr angeboten wird, dann ergeben sich folgende mögliche Preissteigerungen beim iPhone 14 (Rundungen von mir mit eingepreist):

  • iPhone 14: ab 799 US-Dollar = ab 999 Euro (aktuell ab 899 Euro)
  • iPhone 14 Max: ab 899 US-Dollar = ab 1.119 Euro (aktuell kein Preis vorhanden, da neues Modell)
  • iPhone 14 Pro: ab 999 US-Dollar = ab 1.249 Euro (aktuell ab 1.149 Euro)
  • iPhone 14 Pro Max: ab 1.099 US-Dollar = ab 1.369 Euro (aktuell ab 1.249 Euro)

Unterm Strich werden die neuen Modelle also mindestens gut und gerne 100 Euro hierzulande mehr kosten. Im Grunde fällt der Preisaufschlag aber noch höher aus, denn das iPhone 13 gibt’s natürlich schon längst günstiger im freien Handel. So zahlt ihr beispielsweise aktuell fürs Basismodell weit unter 800 Euro (Preisvergleich bei idealo.de ansehen). Bleiben die Preise des iPhone 14 anfangs stabil, macht dies dann einen Preisunterschied von über 200 Euro.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Mein Ratschlag: Kauft euch ein günstiges iPhone 13

Ich habe daher einen guten Rat für euch: Lasst das iPhone 14 einfach links liegen und sichert euch noch in absehbarer Zeit das iPhone 13. Technisch verbessert sich die Basisversion ja auch nur bedingt, muss sich wohl selbst mit demselben Chip (A15) begnügen. Wirklich neu ist hingegen nur das iPhone 14 Pro – schnellerer Chip und bessere Kamera inklusive. Aber so viel Neues kostet dann auch einen saftigen Aufpreis. Ob sich dies lohnt? Müsst ihr selbst entscheiden.