Smartphones wurden in den letzten Jahren immer besser – gleichzeitig aber auch immer teurer. Durch die Inflation haben Kundinnen und Kunden aber immer weniger Geld zum Ausgeben, was für Samsung zu einem echten Problem wird. Das könnte wiederum dafür sorgen, dass die Preise für Handys fallen.

 
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Samsung sitzt auf 50 Millionen Smartphones

Für Samsung läuft es in diesem Jahr bei den Verkaufszahlen der Smartphones überhaupt nicht gut. Der weltweit größte Smartphone-Hersteller hat ein Absatzproblem. Insgesamt soll Samsung auf 50 Millionen unverkauften Smartphones sitzen, die sich im Bestand der Händler befinden (Quelle: The Elec). Betroffen sind wohl in erster Linie die Mittelklasse-Handys der A-Klasse, die sich nicht so gut verkaufen, wie Samsung sich das erhofft hat.

Samsung hat sich vorgenommen, in diesem Jahr 270 Millionen Smartphone abzusetzen. Wenn plötzlich 50 Millionen fehlen, ist das ein viel zu großer Anteil unverkaufter Hardware, die fertig produziert bei den Händlern liegt. Das wäre nämlich ein Anteil von fast 20 Prozent, während bis zu 10 Prozent noch als gesund gelten. Samsung produziert natürlich weiter, da sich so eine Smartphone-Produktion nicht einfach so stoppen lässt.

Für euch könnte das bedeuten, dass die Preise sinken. Nichts ist schlimmer als unverkaufte Ware, die zu einem unattraktiven Preis Platz frisst und nicht abgesetzt werden kann. Schon in den letzten Wochen gab es Smartphones wie das Galaxy A53, Galaxy A33 oder Galaxy S21 FE zu ungewöhnlich günstigen Preisen. Letzteres sogar direkt von Samsung. Hier wird der Druck also schon deutlich. Das könnte sich in den kommenden Wochen weiter zuspitzen.

Das Samsung Galaxy A53 sollte sich eigentlich verkaufen wie geschnitten Brot:

Samsung Galaxy A53 5G und A33 5G: Highlight vorgestellt

Was sind die Gründe für Samsungs Absatzprobleme?

Genannt werden drei entscheidende Faktoren:

  • Corona-Pandemie
  • Krieg in der Ukraine
  • hohe Rohstoffpreise

Das alles sorgt aktuell dafür, dass die Inflation so stark gestiegen ist, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr und Käuferinnen und Käufer viel genauer aufs Geld achten. Es werden keine unnötigen Käufe mehr getätigt und lieber die vorhandene Hardware etwas länger benutzt. Die Situation wird sich in den kommenden Monaten und vermutlich auch Jahren nicht so einfach beruhigen. Es wird also spannend sein zu sehen, wie Samsung die Krise meistert. Wir gehen von fallenden Preisen aus, um die bereits produzierte Ware loszuwerden, bevor sie veraltet ist.