Mit etwas Glück wird uns Apple morgen auf der WWDC 2022 abseits neuer Software auch das neue MacBook Air 2022 vorstellen. Doch das lang erwartete Notebook könnte für Apple auch zum Problem werden. Warum? Erkläre ich jetzt in der aktuellen Ausgabe der GIGA-Wochenendkolumne.

 
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Das MacBook Air war und ist sehr erfolgreich, doch das Design des Apple-Notebooks hat sich nun schon seit Jahren nicht mehr geändert. Dies wird sich wohl bald ändern, denn auf der Keynote zur WWDC 2022 könnte der neue Einsteiger-Laptop einen verheißungsvollen Gastauftritt hinlegen.

MacBook Air 2022: Was euch von Apple erwartet

Die Gerüchte im Vorfeld sind vielversprechend, eine kurze Zusammenfassung zum MacBook Air 2022:

  • Neue Form, angelehnt ans neue MacBook Pro (14 und 16 Zoll), wahrscheinlich noch flacher, ohne Keil. Zu haben in allerlei bunten Farben, dem iMac nicht unähnlich.
  • Leicht größeres Display (13,6 Zoll) mit mehr Pixeln und Notch (Displaykerbe), ganz wie die beiden Pro-Modelle.
  • Wahrscheinlich schon mit dem neuen M2-Chip, wenngleich der M1 noch immer aktuell, weil ausreichend leistungsfähig ist.
  • Endlich mit neuer Webcam, Full-HD ist kein Traum mehr.
  • Rückkehr zum MagSafe-Anschluss fürs Laden 2x Thunderbolt/USB4.

Unterm Strich: Der kleine und preiswertere Bruder des MacBook Pro. Es ist das Notebook, welches sich viele potenzielle Apple-Nutzer gerne kaufen würden. Ich muss zugeben, ich bin einer von ihnen.

Das große Vorbild, das MacBook Pro von Ende 2021:

MacBook Pro mit M1 Pro & Max: Mehr Leistung, wenn man es sich leisten kann Abonniere uns
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Regulär verwende ich seit Jahren ein MacBook Pro, glaube aber nicht, dass es beim Erscheinen des neuen MacBook Air 2022 dabei bleiben wird. Mein nächster Laptop wird dann ein Air, kein Pro mehr. Die Gründe liegen für mich auf der Hand: Neue und frische Form, mehr als genügend Leistung und dies alles mit einer ordentlichen Preisersparnis – so meine Hoffnung. Schon das aktuelle Air ist ein guter Deal, wie mein geschätzter Kollege Kaan Gürayer bereits im letzten Jahr urteilte. Nur mir fehlte dann halt doch das eine oder andere Detail und vor allem nicht zuletzt eine jungfräuliche Design-Erscheinung.

Klitzekleines „Problem“: Kunden wie ich greifen zum Air und ignorieren das Pro

So wie mir dürfte es vielen Nutzerinnen und Nutzern gehen. Auch sie werden wohl in Zukunft dann vermehrt zum neuen MacBook Air 2022 greifen und das MacBook Pro links liegen lassen. Für Apple ein kleines Problem, schließlich ist es ein offenes Geheimnis, dass die Marge bei hochpreisigen Apple-Produkten für den Hersteller höher ausfällt.

So ähnlich wird es dann wohl ausschauen, das neue MacBook Air 2022:

Apple muss damit deutlich mehr Modelle des Air verkaufen, um die verlorene Marge aufgrund Kannibalisierung wieder auszugleichen. Hierfür sollte Apple dann aber das neue MacBook Air nicht nur an Stammkunden wie mich veräußern, sondern es muss vorderhand auch gelingen, neue Kundinnen und Kunden für das Notebook zu gewinnen.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Dies könnte gelingen, zuletzt legte der Mac ja schon allgemein stark zu. Im ersten Quartal des Jahres wurden allein über 7 Millionen Stück verkauft, mehr als in den beiden Jahren zuvor. Ein Notebook wie das MacBook Air 2022 wäre meiner Meinung nach in der Lage, diesen Trend nochmals zu befeuern. Vorausgesetzt, Apple kann auch liefern, doch dies ist dann wieder ein anderes Problem. Beim erstgenannten werde ich dagegen gerne behilflich sein und bestellen, solange der Preis stimmt.