Welche weltweit aktiven Marke können Twitter-User am wenigsten leiden: Microsoft, Amazon, BMW, Apple oder vielleicht eine ganz andere? Dieser Frage nimmt sich eine Auswertung von RaveReviews an, für Deutschland kommt man dabei zu einem eindeutigen Ergebnis.

 
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Große, weltweit bekannte Marken wie Apple, Amazon und Microsoft, aber auch solche aus anderen Branchen wie beispielsweise KFC, BMW, Volkswagen oder Activision sind oft Gegenstand von Posts auf Social-Media-Plattformen. Dass sich daraus auch ein Stimmungsbild ablesen lässt, hat man bei RaveRewies erkannt und stellt die unbeliebtesten Marken weltweit vor.

Amazon unbeliebt: Platz 1 in Deutschland sicher

In Deutschland „schafft“ es Amazon auf Platz 1 (Quelle: RaveReviews). Der Versandhändler ist damit – basierend auf Posts bei Twitter – die Marke, die in Deutschland am schlechtesten bei den Nutzerinnen und Nutzern wegkommt. Exakt 50 Prozent der untersuchten Tweets über Amazon äußern sich negativ über den Konzern. Sie gilt damit für Deutschland als „most hated“, kriegt also online den meisten Gegenwind.

Für die Erhebung hat RaveReviews Tweets ausgewertet, die sich auf die 100 größten Marken nach Google-Suchvolumen beziehen. Ein Software zur Sprachanalyse ordnete den Tweets einen Score zu, die Ergebnisse -5 bis -2 wertet man als deutlich negativ. Ihr Anteil wurde dann prozentual auf die Gesamtzahl der Tweets pro Land zu jeder Marke bezogen. Beispielsweise landet in den USA Uber auf Platz 1, in Dänemark „gewinnt“ BMW und in Tschechien Microsoft.

Warum Amazon bei Twitter-Usern schlecht abschneidet, ist unklar

Die Gründe für Amazons unrühmlichen ersten Platz in Deutschland hat man nicht untersucht. Möglich wären einige: In den vergangenen Monaten wurde von schlechten Arbeitsbedingungen beim Versandhändler berichtet, FFP2-Masken waren nicht gern gesehen.

Denkbar wären auch die oft vorgebrachten Vorwürfe, dass der zunehmende Onlinehandel, an dem Amazon einen großen Anteil hat, schlecht für die Umwelt ist und dem Einzelhandel vor Ort schadet. Wahrscheinlich spielen die negativen Aspekte zusammen und begründen damit das schlechte Bild von Amazon auf Twitter.

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Es gibt allerdings einen Aspekt, den man nicht außer Acht lassen darf: Twitter lebt zu einem gewissen Teil von extremen Äußerungen. Nicht umsonst macht die Social-Media-Plattform immer mal mit sogenannten Shitstorms von sich reden. Wenn online aus einer Richtung Stimmung gemacht wird, ist es leicht aufzuspringen – und dem Geschäft von Amazon scheint die Einstellung der Twitter-User eher nicht zu schaden.