Die japanische Zeitung Asahi Shimbun veröffentlichte vor Kurzem die herzerwärmende Geschichte einer 95-jährigen Frau, die ein wunderbares Geschenk eigentlich nur durch ein Missverständnis bekommen hat.

Aus einer von Japans größten Zeitungen (Asahi Shimbun) erreicht uns eine durch Kotaku in die westliche Welt getragene Geschichte. In einem Artikel erzählt die 70-jährige Kuniko Tsusaka aus Chiba von einer der größten Leidenschaften ihrer Mutter: dem Spielen von Tetris auf ihrem Game Boy.

Als die Mutter 95 Jahre alt wurde, versagte ihr mittlerweile dritter Game Boy den Dienst und Kuniko Tsusaka konnte keinen Laden finden, der ihn reparieren konnte. Seit 2003 werden auch keine neuen Geräte mehr hergestellt. Es war der Sohn von Kuniko Tsusaka der über den ausgezeichneten Kundenservice sprach und genau hier entstand das Missverständnis, das letztendlich für den glücklichen Ausgang der Geschichte sorgte.

Der Sohn sprach vom Kundenservice von Nintendo als „kami taiou“ (神対応), was so viel wie „göttliche Hilfe“ heißt. Seine Mutter dachte jedoch, er hätte „kami“ (紙) gesagt, also Papier. In der japanischen Sprache werden unterschiedliche Kanji-Schriftzeichen häufiger gleich ausgesprochen, was dann zu solchen Missverständnissen führt, wenn die Gesprächsteilnehmer nicht nach der Schreibweise fragen. Häufig erledigen sich diese Fragen durch den Kontext des Satzes, aber eben nicht immer.

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Da ihr Sohn ihrer Meinung nach aber von „Papier“ gesprochen hatte, schickte Kuniko Tsusaka also einen Brief inklusive des kaputten Game Boy an Nintendo. Innerhalb einer Woche erhielt sie eine Antwort. Nintendo schrieb, dass sie den Game Boy zwar nicht reparieren konnten, jedoch in einem Lager noch ein Gerät auffinden konnten. Sie schickten den Game Boy und wünschten ihrer Mutter noch ein langes Leben.

Tsusakas Mutter wurde 99 und blieb bis zuletzt geistig fit. Vielleicht auch, weil sie ihr Gedächtnis mit dem Spielen von Tetris in Bewegung gehalten hat – wer weiß?