No Man's Sky-Spieler bauen unmögliche Cyberpunk-Stadt – Breathtaking!

Marina Hänsel

Es gibt nichts, was leidenschaftliche Spieler nicht können. Und ich habe Recht, denn den Beweis sehen wir immer wieder in jenen Videospiel-Welten, die von enthusiastischen, kreativen und fleißen Spielern bewohnt werden – wie No Man’s Sky. Allen Schwierigkeiten zum Trotze (und es gibt viele) haben sie es geschafft, eine atemberaubende Cyberpunk-Stadt zu bauen. Und du kannst sie bald besuchen.

Mit No Man’s Sky Beyond weht schon jetzt frischer Wind durch die abertausend zufällig generierten Welten, angetrieben von der leidenschaftlichen Community hinter dem Spiel. Das gigantische Update Beyond mag noch nicht angekommen sein, dafür ist es Replicant City: Eine riesige Cyberpunk-Stadt, die ohne Mods und dergleichen eigentlich unmöglich zu bauen sein sollte.

Vier Spieler haben es trotzdem geschafft. Wie? Ganz einfach, sie haben einen Glitch im Spiel benutzt, um über das Baulimit hinweg eine ganze Stadt zu bauen. Sie ist dazu auch noch recht atemberaubend. An Blade Runner und den momentanen Cyberpunk-Hype angelehnt, leuchtet sie grell-gelb und violett durch eine Felsspalte auf einem der unzähligen Planeten im No Man’s Sky-Universum, genauer: im Euclid-System. Die genauen Koordinaten wollen die Baumeister erst nach Beyond verraten, um der Stadt noch den letzten Schliff zu verleihen, bevor … du sie natürlich besuchen kannst. Und das auch in VR. Bis dahin:  Wie wäre es trotzdem schon mit einem Spaziergang durch Replicant City? (Die Musik ist auch ziemlich gut, ha.)

Marina sagt: So eine Stadt sollte eigentlich gar nicht gebaut werden können

Warum ist es so unmöglich, eine Stadt in No Man’s Sky zu bauen? Ganz einfach – Rechenleistung. In No Man’s Sky sind deine Basen sichtbar für alle anderen Spieler derselben Plattform. Gäbe es also kein Baulimit und dergleichen, könnten alle Spieler einer Plattform gemeinsam unendliche viele Städte auf all diese vielen Planeten setzen. Theoretisch. Und das wiederum würde weder deine PS4, deine Xbox One noch dein sicherlich wundervoll ausgestatteter Rechner schaffen.

Deswegen gibt es ein recht rigoroses Baulimit für Basen. Ebenso wie zwar mehrere Basen auf einen Planeten gesetzt werden könne, aber nicht zu nahe aneinander. Verständlich natürlich, was nichts daran ändert, dass die Community träumt. Und zwar von Städten, die sie gemeinsam erschaffen können, um anschließend in ihnen zu leben. Welches Spiel und welche Community wären besser geeignet, um den Traum von einem zweiten Leben in einer Sci-Fi-Welt auf diese Art zu verwirklichen? Es gibt Förderationen in No Man’s Sky, Gruppierungen (und davon nicht wenige, ich erzähle weitere unten mehr darüber), Bündnisse; und den Willen all dieser Spieler, gemeinsam dieses leere, virtuelle Universum zu besiedeln.

Sie tun es sogar, obwohl sie es eigentlich noch nicht können.

Ich hoffe, dass sie in Zukunft keine Glitches mehr ausnutzen müssen und Hello Games einen Weg findet, der Community größere Bauprojekte zu ermöglichen. Vielleicht nur auf ein, zwei, drei Planeten, die dann als Spieler-Hubs benutzt werden können – jene Nexus-Hub, die mit Beyond bereits ins Spiel kommen soll.“

Was hat es mit No Man’s Sky: Beyond auf sich? Wir erklären dir alles zum gigantischen Update in unserem Sammelartikel.

Du willst mehr? Lies dir unsere ursprüngliche Nachricht vom 8. Mai, 19.30 Uhr durch

No Man’s Sky-Spieler organisieren sich, um eine Stadt im Eis zu bauen

No Man’s Sky ist schon lange nicht mehr jene einsame Planeten-Tombola mit lustig-seltsamen Dino-Kreaturen, die es einst für die Mehrzahl der Spieler gewesen ist. Nach etlichen Updates und neuen Features ist aus No Man’s Sky eine geheimnisvolle, durchaus faszinierende Hommage an den Weltraum geworden; ein Adventure, das viele nicht mehr allein bestreiten wollen. Im Weltraum sind wir allein, wie ich einst in einem Artikel zum Spiel beschrieben habe – doch in No Man’s Sky musst du das nicht mehr sein.

Immer mehr Spieler träumen den Traum eines Lebens als Astronaut und Entdecker gemeinsam, als Mitglied der Galactic Hub oder etwa der Förderation der Reisenden. Für einen kleinen Überblick, es gibt etliche Gruppierungen in No Man’s Sky:

Einige dieser Gruppierungen planen und setzen größere Projekte um, als sich einzig zum Spielen zu treffen (was in No Man’s Sky seit dem Multiplayer-Update möglich ist). Die Galactic Hub etwa ist gerade dabei, einen neuen Planeten zu besiedeln: Mount Looper, eine Eiswelt, die gerade wegen der harschen Umweltbedingungen unwirklich, aber auch – irgendwie doch – heimelig ist. Es gibt großen Basen, die von allen Besuchern erkundet werden können, Farmen und meilenweite Highways durch die Schneedünen, die alles verbinden:

Der Planet wird auf PC und Konsolen bebaut, wobei jeder Interessent sich im Vorfeld anmelden und einen Platz auf in der Kolonie beantragen muss. Das ist leider dem Baussystem von No Man’s Sky geschuldet, das noch immer keine unbegrenzte Anzahl an Gebäuden auf einem Planeten erlaubt: Neben einem Baulimit müssen alle Basen einen gewissen Abstand zueinander haben, sodass Planeten nicht flächendeckend besiedelt werden können.

Fun Fact: Wusstest du, dass du deine Basen auf einem Planeten vom Weltall aus sehen kannst, wenn sie nur groß genug sind? Hier kann ich dir eine davon zeigen:

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No Man's Sky: Die beeindruckendsten Basen und Architekturen – mit und ohne Mods.

Das ist ohne Frage ein Punkt, den Hello Games noch überdenken muss. Allein deshalb, weil die Community schon seit Jahren von größeren Städten und Metropolen träumt. Ich übrigens auch, denn wäre es nicht ein wundervolles Gefühl, nach einer tagelangen Reise durch den einsamen Weltraum plötzlich auf eine bunte Spieler-Metropole mitten im Nichts zu treffen?

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