Das No Man's Sky-Universum ist noch immer voller Hass – wortwörtlich

Marina Hänsel

Ich habe mal auf einem F U Sean Murray-Planeten gelebt.“ – Ein Naturgesetz des Lebens ist ohne Frage, dass nichts völlig verschwindet, sondern nur seinen Zustand ändert. Auch das No Man’s Sky-Universum kann sich nicht gänzlich vom Hass gegen das Spiel lösen – der existiert nämlich noch in voller Blüte, nur in etwas anderer Form.

No Man’s Sky ist eine Zeitreise. Und das nicht im Sinne einer Science-Fiction-Story oder Stargate-ähnlichen Portalen; nein, die Zeitreise hier ist eine Spielmechanik: Seit Anbeginn von No Man’s Sky können Spieler Planeten und all die seltsam-knubbeligen Wesen und Objekte auf ihnen benennen und hochladendamit es auch andere Spieler sehen, falls sie zufällig vorbeituckern. Dafür gibt’s sogar Credits, und es ist kein Wunder, dass mittlerweile etliche – aberetliche – Planeten mit Namen versehen wurden. Tollen Namen. Lustigen Namen. Nützlichen Namen. WTF-Namen, wie „Komm nicht hier her“ oder traurige Namen, wie „Keine neuen Freunde.“

Einige der Namen wurden sehr wahrscheinlich vor mehreren Jahren erstellt, und kaum etwas könnte besser dokumentieren, wie viel Hass dem Spiel damals entgegengebracht wurde. Es gibt einen Planeten, der „Kein 60 Dollar-Spiel“ heißt; und ein Redditor gibt zu, er habe eine ganze Weile auf einem „F*ck dich, Sean Murray“-Planeten gelebt.

Ich habe mich immer gefragt, wie lange es wohl dauern würde, bis No Man’s Skys gigantisches Universum komplett erforscht ist. Zwar mag das noch lange nicht der Fall sein, aber immerhin passiert es immer öfter, dass Spieler auf bereits gefundene Planeten treffen – oder gar benannte. Dabei durchleben sie jedes Mal eine kleine Zeitreise, denn wer weiß schon, wer diesen einen Planeten wann entdeckt hat? Wer weiß, was er dabei dachte? Und welche Abenteuer er hier erlebt hat; vielleicht steht sogar noch seine Basis in irgendeinem bunten Dschungel auf der Oberfläche.

Wie die Hölle wohl in No Man’s Sky aussieht? Gruselig:

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No Man's Sky: Die unglaublichsten Planeten, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat (bis jetzt).

No Man’s Sky ist durch diese nette Spielmechanik zu einem Sammelsurium an Spielernachrichten geworden; eine Art Massenbewusstsein durch die Zeit hindurch, bis an die ersten Anfänge des Spiels. Ich hoffe sehr, dass Hello Games nie die Namen der Planeten ändern oder löschen wird – dann wird es irgendwann jemanden geben, der auch meine kleinen Mitteilungen ließt.

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