OnePlus wurde vor einiger Zeit in Oppo integriert und sollte dort eigentlich als eigenständiges Unternehmen mit mehr Ressourcen so weitermachen können, wie es das die ganze Zeit getan hat. Davon ist jetzt keine Rede mehr. OxygenOS ist tot, es kommt ein komplett neues Betriebssystem.

 

OnePlus: Das Unternehmen hinter den „Flaggschiff-Killern“

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OnePlus 10 bekommt neues Android-Betriebssystem

Dieser Schritt war abzusehen, schon als OnePlus die Integration in Oppo verkündet hat. Damals sollte OxygenOS weiterhin bestehen, doch es macht natürlich absolut keinen Sinn, zwei Betriebssysteme zu entwickeln, wenn man ein Smartphone-Hersteller ist. Deswegen hat OnePlus nun verkündet, dass das nächste Flaggschiff-Smartphone ein neues Betriebssystem erhält. Dieses erscheint erst 2022. Es wird kein OnePlus 9T mehr geben in diesem Jahr.

Laut OnePlus soll das neue Betriebssystem aber nur Vorteile besitzen. So sollen die besten Eigenschaften von OxygenOS und ColorOS vereint werden. Das vereinte Betriebssystem soll schnell und flüssig arbeiten, zuverlässig sein, smarte und reichhaltige Funktionen besitzen, dabei aber sauber und leicht wirken. Letzteres klingt wie ein Widerspruch in sich, ist aber tatsächlich so geplant:

OnePlus und Oppo vereinen Betriebssysteme in 2022. (Bild: OnePlus)

Das Unternehmen ist sich bewusst, dass Zweifel an der Umsetzung herrschen. Im Endeffekt wird man diese erst ausräumen können, wenn die neue Software überzeugt. Das kann durchaus noch einige Zeit dauern. Immerhin wurden das OnePlus 9 und OnePlus 9 Pro im März 2021 enthüllt. Eine OnePlus 10 und OnePlus 10 Pro sind also noch sechs Monate entfernt.

Im Video seht ihr wohl die letzten echten OnePlus-Smartphones:

OnePlus 9 und 9 Pro vorgestellt

OnePlus: Zeitplan für andere Smartphones offen

Es sind noch viele Fragen offen. Beispielsweise, wann genau auch ältere Smartphones das neue Betriebssystem erhalten. Dazu will sich das Unternehmen noch äußern. Da Android 12 erst mit dem vereinheitlichten Betriebssystem umgesetzt werden soll, dürften die Android-12-Updates noch einige Monate bis zu einem Jahr auf sich warten lassen. OnePlus will den gesamten Prozess erst im Jahr 2022 abgeschlossen haben und nennt keinen Zeitplan.

Die vereinten Kräfte zur Entwicklung eines Betriebssystems können durchaus positiv sein, müssen sie aber nicht. OnePlus sagt zwar, dass sich die Smartphones zu Oppo weiterhin unterscheiden werden, man wird aber zwangsläufig die gleichen Technologien nutzen. Und mit OxygenOS fällt jetzt auch noch ein Alleinstellungsmerkmal weg.

Ich persönlich bin sehr skeptisch, ob das was werden kann. ColorOS ist eher iOS für Android, während OxygenOS genau das Gegenteil davon ausmacht. Das passt nicht zusammen. Mein Kollege Frank hatte sich kürzlich das Oppo Find X3 Pro genauer angeschaut und intensiv über die Software ausgelassen. Damals war der Schritt bereits abzusehen.