Die Situation am Elektronikmarkt spitzt sich zu: Lange Wartezeiten und Engpässe beim Nachschub von Laptops, PCs, Monitoren und anderen Elektronikartikeln sind Realität. Das wird sich auch an den Preisen zeigen.

Der weltweite Chipmangel findet seine nächsten Opfer: Bei PCs, Laptops und Monitoren wird der Nachschub bei Händlern knapp, Hersteller warten lange auf Komponenten. Die gesamte Elektronikbranche steht vor dem Problem, das auch die Kundinnen und Kunden zu spüren bekommen werden. Denn aktuell können die Preise nur in eine Richtung: nach oben.

Elektrogeräte können noch auf Jahre Mangelware bleiben

„Wichtige Komponenten wie Chips und Panels werden für mindestens die nächsten zwölf bis 18 Monate Mangelware bleiben“, befürchtet Oliver Hellmold, Chef von Notebooksbilliger.de (Quelle: Handelsblatt). Mit der Sorge ist er nicht allein. Lenovo-Chef Gianfranco Lanci geht vom gleichen Zeitraum aus, während Michael Dell, Gründer des gleichnamigen Herstellers, sogar mit mehreren Jahren Mangel rechnet, die noch vor der Branche liegen.

Der Nachschubmangel paart sich mit den Auswirkungen der stark gestiegenen Nachfrage in Folge der Pandemie: Viele Händler sind noch dringender auf neue Ware angewiesen, weil die Lager immer leerer werden. Die explosive Mischung sorgt dafür, dass Bestellungen gar nicht oder nur langsam geliefert werden können – und das zu steigenden Preisen, auch für Endkunden.

Intel-Chef Pat Gelsinger geht davon aus, dass sich nichts vor 2023 normalisiert – und bis dahin gilt: „Für eine Vielzahl von Branchen wird es eher noch schlimmer, bevor es sich bessert.“ Weltweit ist Intel noch immer Chip-Hersteller Nummer Eins. Betroffen sind durch die Bank praktisch alle Komponenten, manche mehr als andere. Lange Lieferzeiten gibt es etwa bereits bei Arbeitsspeicher, auch Displaypanels für Fernseher und Monitore machen schon seit einiger Zeit Probleme.

Worauf ihr beim Kauf eines Laptops achten solltet, erfahrt ihr im Video:

Laptops: Was man vor dem Kauf wissen sollte

Was Verbraucher beim Kauf beachten sollten

Verbraucher können in dieser Situation aber noch Treffer landen: Wer etwa nicht auf ein spezielles Modell beim Laptop festgelegt ist, hat immer noch Auswahlmöglichkeiten und kann sich an Preis und Verfügbarkeit orientieren. Wer nicht unbedingt sofort ein neues Gerät braucht, kann ausharren bis sich die Situation beruhigt – oder zuschlagen, bevor die Preissteigerungen richtig durchschlagen. So oder so werden auch wieder andere Zeiten kommen. Laut Handelsblatt ist auch die Nachfrage nicht stabil und kann wieder fallen.