Microsoft orientiert sich an Apple und will Berichten zufolge künftig unabhängiger von Zulieferern sein. Eigene Chips sollen es werden, die in den Surface-Laptops zum Einsatz kommen. Eine dazu passende Stellenausschreibung ist bereits aufgetaucht.

Microsoft: Eigene Chips für die Surface-Reihe?

Apple hat es bereits erfolgreich vorgemacht, nun ist Microsoft an der Reihe: Immer mehr Hardware-Hersteller möchten ihre Abhängigkeit von externen Firmen verringern und setzen lieber auf eine eigene Produktion. Was Apple mit selbst produzierten Prozessoren für iPhones und Macs anstellen kann, hat Microsoft allem Anschein nach gut gefallen. Für Surface-Produkte des Konzerns sucht man nun nach einem „Director of System-on-Chip (SoC) Architecture“, wie in einer Stellenausschreibung zu lesen ist (Quelle: HotHardware).

Dazu passen ältere Gerüchte, nach denen sich Microsoft und AMD annähern. Angeblich soll es eine umfangreiche Kooperation zwischen den beiden Schwergewichten der Branche geben. Microsoft könnte eigene Architekturen für Chips entwickeln und diese dann mit dem Know-how von AMD realisieren. Einen ähnlichen Schritt geht wohl auch Google bei seinen Pixel-6-Handys, in denen der „eigene“ Tensor-Chip zu finden ist. Google kooperiert hier mit Samsung.

Im Surface Laptop Studio ist noch kein Microsoft-Prozessor zu finden. Details zum flexiblen Notebook gibt es im Video:

Surface Laptop Studio: Alle Details vorgestellt

Microsofts eigene Prozessoren: Apple als Vorbild?

Der Vorteil eines mehr oder weniger eigenen Prozessors liegt auf der Hand. Wenn Betriebssystem und Chips vom gleichen Hersteller stammen, kann die Software sehr viel besser optimiert und auf die Hardware abgestimmt werden. Apples A-Prozessoren für iPhones und iPads brechen jedes Jahr neue Rekorde, während die Konkurrenz zurückbleibt.

Einen weiteren Grund dürften die etablierten Hersteller auch in einem ganz anderen Bereich sehen. Die weiter andauernde Chip-Krise im Zusammenhang mit unterbrochenen Lieferketten hat sehr deutlich gezeigt, dass eine eigene Chip-Produktion immer wichtiger wird.