Hohe Nachfrage, wenig Nachschub, dazu Produktionsstopps bei Display-Herstellern und Chipmangel – die Gemengelage am Markt für Smart-TVs und Monitore ist explosiv. Branchenexperten rechnen mit steigenden Preisen.

 

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Smart-TVs und Monitore: Preissteigerungen erwartet

Wer sich einen neuen smarten Fernseher anschaffen will, kennt die großen Namen der Branche: Samsung, LG und Sony werden oft und gerne gekauft, Xiaomi ist noch nicht so lang dabei, bietet aber ebenfalls eine große Auswahl brauchbarer Geräte. Die Hersteller einer der wichtigsten Komponenten von smarten TVs sind dagegen weit weniger bekannt – und genau die machen Kunden jetzt Sorgen.

Im Zuge der Corona-Pandemie ist weltweit die Nachfrage nach (Unterhaltungs-)Elektronik gestiegen. So kommt etwa Sony mit seiner PlayStation 5 kaum hinterher, vor rund einem Jahr explodierten die Preise für die Nintendo Switch und jetzt wird es auch dort wieder eng. Die starke Nachfrage trifft auch die Hersteller von LCD-Panels, die in Smart TVs und Monitoren zum Einsatz kommen.

Wie das Branchenmagazin Digitimes berichtete, standen zuletzt bei zwei großen Produzenten – Corning und AU Optronics, beide produzieren in Taiwan – auch noch Wartungsarbeiten an. Dafür musste die Produktion unterbrochen werden. Der Nachschub an fertigen Fernsehern gerät so unter Druck. Schon für Mai erwarteten Branchenexperten laut Digitimes weitere Preissteigerungen, weil das Angebot der Nachfrage nicht standhalten könne.

Schnell noch zuschlagen, aber ihr wisst nicht, welcher TV es werden soll? Hilfe gibt es im Video:

Fernseher – So findet ihr den richtigen

Mehr als 5 Prozent Preisaufschlag bei TVs

Teurer werden kann es dabei über die gesamte Produktpalette an LCD-Panels hinweg: von 21,5-Zoll-Monitoren bis zu den großen 27-Zoll-Modellen oder von 32 bis zu 75 Zoll bei den Fernsehern. Man rechne je nach Größe mit zusätzlich 2 bis 10 Euro für ein LCD-Panel.

Das ist wohlgemerkt der Preisaufschlag, den LG, Samsung und Co. zahlen. Beim Endpreis für den Verbraucher kann es noch teurer werden, schließlich wollen sich die TV-Hersteller durch steigende Produktionskosten nicht ihre Marge vermiesen lassen. Man rechnet mit rund 5 Prozent höheren Preisen, heißt es. Die anhaltende Knappheit bei Elektrogeräten und Mikrochips tut ihr Übriges. Dass sich die Preislage in absehbarer Zeit entspannt, ist nicht abzusehen.

Für Kunden bedeuten die Preissteigerungen: Entweder kann man hoffentlich noch eine Weile auf einen Fernseher oder Monitor verzichten oder – vor allem, wenn man sich eh einen neuen zulegen willbesser heute als morgen kaufen. So können möglicherweise einige Euro gespart werden.