In neueren Pixel-Smartphones lässt Google seinen eigenen Tensor-Prozess zum Einsatz kommen. In Benchmarks liegen die Handys hinter denen der Konkurrenz oft zurück – doch das ist laut Google überhaupt kein Problem. Ein anderes Thema sei viel wichtiger als die Spitzenleistung.

Pixel-Handys: Realität wichtiger als Benchmarks

Seit dem Pixel 6 verwendet Google nicht mehr Prozessoren von Qualcomm, sondern setzt lieber auf eigens produzierte Tensor-SoCs. Im neuen Pixel 7 (Pro) ist bereits die zweite Generation des Prozessors zu finden. Im direkten Vergleich mit den besten Produkten von Qualcomm und Apple kommen die Pixel-Smartphones nur auf geringere Leistungswerte. Google hat damit aber kein Problem, und auch Handy-Besitzer sollten sich nicht darum kümmern – meint zumindest Google.

Auf die teils deutlichen Unterschiede bei Spitzenwerten angesprochen, meint Monika Gupta, Chefin des Produktmanagements bei Google Silicon, dass synthetische Benchmarks einfach nicht so wichtig seien. Viel mehr sollte Nutzer interessieren, wie sich die Handys unter ganz realen Bedingungen verhalten. (Quelle: Mady by Google Podcast).

Bei den Kameras kann sich die Leistung des Pixel 7 Pro sehen lassen:

Nach Meinung von Gupta sind „klassische“ Benchmarks zu einer Zeit entstanden, als KI-Funktion noch keine Rolle spielten. Herkömmliche Vergleiche würden zwar „vielleicht eine Geschichte“ erzählen, aber Google habe „nicht das Gefühl, dass sie die ganze Geschichte erzählen“.

Fest steht dabei aber auch, dass es zwischen dem Pixel 6 Pro und 7 Pro beim Single-Core-Test kaum Verbesserungen gegeben hat. Als wir den Benchmark Geekbench 5 liefen lassen, kam das Pixel 6 Pro auf 1.008 Punkte, das Pixel 7 Pro auf 1.034 Punkte.

Im Video: Das halten wir vom Pixel 7.

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Pixel-Smartphones: Effizienz statt Spitzenwerte

Tatsächlich konzentrieren sich viele Benchmark-Tests nur auf die Spitzenleistung, die im Alltag nur selten benötigt wird. Schon beim Pixel 6 gab Google an, dass eine maximale Effizienz vor allem bei mittlerer Arbeitslast zu erwarten sei. Der Konzern ging sogar noch einen Schritt weiter und behauptete, dass ein Cortex-X-CPU-Kern – wie er bei Handys der Konkurrenz oft verbaut wird – nur für das Gewinnen von Benchmarks nützlich sei.