Microsoft hat einen eigenen Mac Mini gebaut. Das „Project Volterra“, welches Microsoft im Rahmen der Build 2022 gezeigt hat, kommt als Windows Dev Kit 2023 auf den Markt und ihr könnt es kaufen. Eigentlich ist es nur für Entwickler gedacht, doch theoretisch handelt es sich um einen leistungsstarken ARM-PC mit viel Speicher und RAM zum attraktiven Preis. Eine echte Mac-Mini-Alternative mit Windows 11 also.

Microsoft verkauft Windows Dev Kit 2023 für 699 Euro

Der Mac Mini von Apple mit dem M1-Prozessor hat eigentlich keine Konkurrenz. Selten gab es einen so kompakten und leistungsstarken Computer für so wenig Geld – besonders nicht mit Windows als Betriebssystem. Für Endkunden gilt das auch weiterhin, während Entwickler sich jetzt ein Windows Dev Kit 2023 für 699 Euro kaufen können, welches wie der Mac Min mit einem ARM-Prozessor ausgestattet ist (bei Microsoft anschauen).

Das Windows Dev Kit 2023 besitzt viele Anschlüsse. (Bildquelle: Microsoft)

Die Ausstattung des Windows Dev Kit 2023 kann sich dabei sehen lassen. Es ist der neueste Snapdragon 8cx Gen 3 von Qualcomm verbaut, der von einer NPU begleitet wird, die maschinelles Lernen unterstützt. Der interne Speicher beläuft sich auf satte 512 GB und es sind auch direkt 32 GB RAM verbaut. Dazu gibt es viele Anschlüsse, WLAN 6, WiFi 5.1 und ein Gehäuse aus Kunststoff, das zu 20 Prozent aus recyceltem Ozeanplastik  besteht. Als Betriebssystem ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Microsoft will zudem eigene Apps besser anpassen, damit diese auf der ARM-Architektur optimal laufen. Durch die Emulation könnt ihr aber auch alle anderen Apps normal nutzen.

Windows Dev Kit 2023 im Video vorgestellt:

Windows Dev Kit 2023: Mac Mini von Microsoft vorgestellt

Ist das eine Mac-Mini-Alternative mit Windows 11?

Theoretisch könnte sich jeder das Windows Dev Kit 2023 kaufen und als normalen Windows-11-PC nutzen. Ob es die Leistung eines Mac Mini mit M1 erreicht, lässt sich schwer sagen. Die Qualcomm-CPUs konnten bisher nicht mit Apple mithalten und werden es vermutlich auch in dieser Version nicht können. Das Ziel von Microsoft ist es, mehr Entwickler für ARM-Software zu gewinnen. Wenn das klappt, könnte es dann nicht mehr nur ein Surface Pro 9 5G mit ARM-Architektur geben, sondern vielleicht tatsächlich eine Mac-Mini-Alternative für Endkunden. Dieses Gerät richtet sich an Entwickler und experimentierfreudige Endkunden.