Innovation wird in der Spiele-Industrie bei den „Big Playern“ nicht gerade groß geschrieben. Statt regelmäßig Neues auszuprobieren, setzt man eher auf Altbewährtes. Doch das kommt nicht von ungefähr, wie der Sony-Chef nun erklärt. Denn neue Spielereihen bringen auch immer große Risiken mit sich. 

 

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Entwicklung verschlingt massig Geld: Sony-Chef spricht über Risiken der Spiele-Entwicklung

Niemand springt gerne ins kalte Wasser – das gilt auch für Spieleentwickler. Nicht umsonst gibt es auch in der Software-Entwicklung die alte Weisheit: Never change a running system. In einem Interview mit GQ hat der Sony-Chef Jim Ryan jetzt noch einmal klargestellt, wieso das Etablieren von neuen Spielereihen ein solch großes Risiko für die Entwickler darstellt:

„Die Sache mit diesen Blockbuster-Spielen ist, dass sie ein Kassenschlager werden müssen. Die Entwicklung kostet heutzutage mehr als 100 Millionen Dollar. Und damit wir in der Lage sind, das zu tun – also eine neue IP auf den Markt zu bringen, was eine sehr riskante Sache ist, und wir in der PS4-Generation viermal getan haben – muss man einen echten Hit direkt zum Verkaufsstart landen.“

Diese Spiele für die PS4 solltet ihr auf jeden Fall nachholen, wenn ihr sie noch nicht gespielt habt:

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„Man muss einen Hit landen!“ – Große Publisher stehen unter Druck

Kein Wunder also, dass sowohl Sony als auch viele andere große Studios lieber auf bereits etablierte Marken setzen, deren Erfolg beinahe garantiert sind. Ab und an trauen sie sich jedoch auch mal etwas völlig Neues auszuprobieren – und landen einen Überraschungserfolg! Sowohl Horizon: Zero Dawn als auch das Ghost of Tsushima entpuppten sich als echte Kassenschlager und konnten zahlreiche Bestwertungen absahnen.

Trotz Abwärtskompatibilität gibt es einige PS4-Spiele, die nicht auf der PS5 laufen:

Trotz dieser Errungenschaften wird Sony in absehbarer Zukunft nicht dazu übergehen, nur noch große neue Spielereihen zu produzieren – das dürfte selbst dem PS5-Hersteller zu teuer werden. Etwas anders sieht das im Indie-Sektor aus. Da viele Entwickler hier nicht mit dem Gedankengang herangehen, dass ihre Spiele auch Potenzial für Nachfolger und Spin-Offs oder eine besonders fantastische Grafik bieten müssen, trauen sie sich mehr. Kein Wunder also, dass man im Indie-Sektor oftmals zuerst frische Spielansätze und -ideen zu sehen bekommt.