Ein neuer Reichweitenrekord für Tesla ist es nicht, aber immerhin wurde er mit einem Tesla erreicht: Über 1.200 km hat ein Model S des amerikanischen Herstellers mit einer Akkuladung hinter sich gebracht. Das ist einem Batterie-Start-up gelungen.

 
Tesla
Facts 

Riesenerfolg für Akku-Start-up: Tesla schafft über 1.200 km

Ob es aus Sicht von Tesla gute Nachrichten sind oder nicht, muss wohl offen bleiben. Für das amerikanische Startup Our Next Energy Inc. (ONE) hingegen gibt es auf jeden Fall Grund zur Freude: Dem noch jungen Batteriehersteller ist es nach eigenen Angaben geglückt, mit einer einzigen Ladung seines Akku-Prototypen ein Tesla Model S über 1.210 km anzutreiben.

Das Model S habe man dabei gewählt, weil es viel Platz für die Batterie bietet (Quelle: ONE), und die internen Messungen parallel durch ein unabhängiges Fahrzeug messen lassen. Statt des serienmäßigen Tesla-Akkus setzte man den eigenen Prototypen ein. Der soll 2023 marktreif sein und unter dem Namen GeminiTM erscheinen mit einer Kapazität von knapp 204 kWh.

„Wir wollen die Annahme von E-Autos beschleunigen, indem wir die Reichweitenangst eliminieren, die die meisten Käufer heute noch zurückhält“, erklärt Mujeeb Ijaz, Chef und Gründer von ONE, der zuvor unter anderem für Ford und Apple tätig war.

E-Auto-Fahrer brauchen sich nicht umgewöhnen

Der E-Auto-Akku von ONE soll nicht nur Reichweitenvorteile bringen, sondern dafür sorgen, dass E-Auto-Fahrer sich nicht umgewöhnen müssen, wie es mit häufigem oder langem Nachladen der Fall wäre. Durch die hohe Kapazität und Leistungsfähigkeit will man E-Autos unabhängiger von Wetterbedingungen machen und zum Beispiel verhindern, dass größere Lasten wie Anhänger die Reichweite zusammenschmelzen lassen.

Mit diesen Irrtümern über E-Autos solltet ihr aufräumen:

5 Irrtümer über Elektroautos Abonniere uns
auf YouTube

Trotzdem, das Rennen um die höchste Reichweite scheint wieder eröffnet: Gerade erst hat Mercedes sein E-Auto-Konzept Vision EQXX vorgestellt, mit dem die Grenze von 1.000 km Reichweite pro Akkuladung fallen soll. Toyota hingegen entzieht sich dem Wettlauf, obwohl man inzwischen auch eine starke Elektrifizierungsoffensive begonnen hat.

Mercedes will in Kürze den Beweis liefern, dass mehr als 1.000 km unter Realbedingungen möglich sind. Das Model S mit der ONE-Batterie schaffte die 1.210 km mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von rund 89 km/h. Die genauen Bedingungen der Testfahrt sind nicht bekannt.