Samsung gerät in letzter Zeit immer häufiger für die Ausstattung der eigenen High-End-Smartphones in die Kritik – zum Teil absolut berechtigt. Im kommenden Jahr könnt sich endlich etwas ändern, wie neu aufgetauchte Informationen belegen sollen.

 

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Samsungs nächster Top-Prozessor wird deutlich besser

Samsung verkauft seit Jahren High-End-Smartphones wie das Galaxy S20 oder Note 20 mit zwei verschiedenen Prozessoren. In Europa gab es immer die schlechtere Option mit dem Exynos-Chip von Samsung, während mittlerweile selbst im Heimatland Südkorea der Snapdragon-Chip von Qualcomm verbaut wird. Der Samsung-SoC ist nicht so schnell wie der von Qualcomm, hat weniger GPU-Power und verbraucht auch noch mehr Energie. Das hat man beim Vergleich des Galaxy S20 und Note 20 wieder einmal gesehen. Im nächsten Jahr könnte sich der Spieß aber drehen.

Demnach soll der Exynos 1000, der im Galaxy S21 und Note 21 verbaut wird, endlich mehr Leistung besitzen als der Snapdragon 875. Das zumindest behauptet eine Quelle aus China, die Benchmark-Ergebnisse geteilt hat. Normalerweise ist der Qualcomm-Chip um mehr als 10 Prozent schneller, dieses Mal aber nicht. Doch wie kann das sein? Sowohl der Snapdragon 875 als auch der Exynos 1000 profitieren im kommenden Jahr von der 5-nm-Fertigung, die Apple schon in diesem Jahr umsetzt. Samsung hat die neue Technologie wohl ein wenig besser ausgenutzt, um mehr Leistung zu erhalten. Zudem soll Samsung wohl auch den Snapdragon 875 fertigen, weil Apple für die eigenen Chips TSMC komplett für sich beansprucht.

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Das Samsung Galaxy S20 vorgestellt:

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Samsung Galaxy S21 könnte zum Überflieger werden

Mehr Leistung ist natürlich immer gut für ein neues Top-Smartphone, es kommt aber auf die anderen Werte an. So muss der Exynos 1000 effizient arbeiten, um keinen unnötig hohen Akkuverbrauch zu generieren, und die Wärmeentwicklung muss passen. Nur weil die ersten Benchmarkergebnisse also vielversprechend klingen, muss das nicht automatisch heißen, dass der Exynos 1000 wirklich besser wird als der Snapdragon 875. Für Europa würden wir uns das aber wünschen, denn dann wären wir zur Abwechslung mal nicht benachteiligt.