Microsoft hat kürzlich eine offizielle Webseite erstellt, auf der das Unternehmen die Vorteile auflistet, die die Übernahme von Activision Blizzard bringen würde. Doch von Seiten mehrerer Behörden gibt es noch offene Fragen zu dem Mega-Deal. Jetzt schaut auch die EU genauer hin.

 
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Update vom 1. November 2022: Wenn es um einen so großen Deal wie die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft geht, gilt es sich von vielen Stellen die Zustimmung zu holen. Behörden aus den USA, Japan, Südkorea und weiteren Ländern haben noch keine Zustimmung erteilt und auch die EU-Behörden geben vorerst keine Freigabe für die geplante Übernahme.

Microsoft habe eine Frist für Verpflichtungszusagen verstreichen lassen. Die Europäische Kommission fordert, dass PlayStation- und PC-Plattformen nach einer Übernahme nicht benachteiligt werden.

Die EU-Kommission hat nun bis zum 8. November 2022 Zeit, um die Phase-2-Prüfung anzukündigen, sollte in der ersten Phase tatsächlich keine Zustimmung erfolgen (Quelle: politico).

Erst kürzlich hat Phil Spencer, CEO von Microsoft Gaming, in einem Interview angegeben, dass beispielsweise Call of Duty auch weiterhin für die PlayStation erscheinen soll, solange die Sony-Konsole existiert. Der US-Konzern bewegt sich damit zumindest schon in die geforderte Richtung.

Originalartikel:

Xbox möchte Spielern und Entwicklern helfen

Sony findet den kommenden Deal mit Activision Blizzard vermutlich weniger schön, doch die Übernahme bringt jede Menge Vorteile – das behauptet zumindest Microsoft. Laut einer neuen Webseite sei das Unternehmen nicht die einzige Partei, die davon profitiert. Auch für Spieler sowie Entwickler soll das Ganze nur positiven Einfluss haben, denn diese würden bei Xbox im Mittelpunkt stehen (Quelle: Microsoft).

„Wir wollen es den Menschen ermöglichen, Spiele überall, jederzeit und auf jedem Gerät zu spielen. Und Entwickler verdienen mehr Möglichkeiten, ihre bahnbrechenden Spiele zu entwickeln, zu vertreiben und zu vermarkten. Wenn wir das tun, gewinnen wir alle“, heißt es.

Die Übernahme von Activision Blizzard würde in die Gaming-Strategie von Xbox passen und die Gründe dafür wurden fein säuberlich und übersichtlich in einer Grafik festgehalten:

Bildquelle: Microsoft

Für Spieler bedeute die Übernahme unter anderem mehr Spiele auf Geräten wie Xbox, PlayStation, Telefonen und auch online. Des Weiteren hätten sie die Wahl, wie und wo sie Spiele kaufen, beispielsweise bei Abonnement- und Einmalkaufoptionen. Zusätzlich möchte man Alternativen für Handyspieler bieten.

Für Spieleentwickler verspricht Microsoft mehr Möglichkeiten bei Investitionen und Zugängen zu den Spielern sowie bessere Einnahmen durch faire Marktregeln – was am Ende auch den Gamern zugutekommen würde.

Im Endeffekt möchte Microsoft durch die Übernahme von Activision Blizzard erreichen, dass es mehr Wettbewerb im mobilen Bereich gibt. Mehr Wettbewerb erhofft sich das Unternehmen außerdem bei traditionellen Spielen, wo Sony und Nintendo „die größten Anbieter bleiben werden“.

Das ist allerdings nicht alles, was Xbox in der Zukunft anstrebt.

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Xbox-Chef Phil Spencer hofft, dass Exklusivtitel künftig zurückgehen

Xbox hat viele große Pläne für die Zukunft. Phil Spencer äußerte sich im August beispielsweise gegenüber Bloomberg auch zu pattformexklusiven Spielen. Hier würde er sich wünschen, dass diese künftig zurückgehen. Es wäre für die Branche gesünder, wenn sie auf mehreren Systemen verfügbar wären.